Gehörst du auch zu den Menschen, die unter Schlafstörungen leiden? Die Gründe für diese Störungen des natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus können ganz unterschiedlicher Natur sein.

In der Regel lässt sich Schlaflosigkeit auch gut bekämpfen – wenn du weißt, auf was du achten musst. In diesem Artikel erklären wir dir alles über Schlaflosigkeit und Schlafstörungen.

Das Wichtigste In Kürze

  • Es gibt sehr viel unterschiedliche Ursachen, warum du an Schlaflosigkeit leiden kannst, die Erforschung dieser ist aber wichtig, damit die richtige Behandlungsmethode gewählt wird
  • Du musst nicht immer direkt zur chemischen Keule greifen, es gibt auch viele Hausmittel, die bei Schlafstörungen helfen
  • Dauerhafte Schlafstörungen können extreme Folgen auf deine Gesundheit haben

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Was ist eine Schlafstörung?

Wenn du dich beim Einschlafen im Bett herumwälzt, liegt es daran, dass du an einer Schlafstörung leidest. Du kannst nicht einschlafen, wachst dauernd in der Nacht auf und bist am nächsten Morgen komplett gerädert.

Diese kann vorübergehend sein, also nur für einen kurzen Zeitraum, oder aber auch dauerhaft. Im ersten Fall ist die Schlaflosigkeit zwar auch belastend, aber du hast die unruhige Nacht in der Regel schnell wieder vergessen. In aller Regel spätestens dann, wenn du in der darauffolgenden Nacht wieder einen erholsamen Schlaf genießen kannst.

Etwa 18 % der Menschen in Deutschland leidet unter Schlafstörungen, soweit das bekannt ist.

Liegt deine Schlaflosigkeit aber an einer ernstzunehmenden Störung, dann ist es sinnvoll, dir die Ursachen bewusst zu machen.

Schlafstörungen können sich auf deinen Alltag auswirken. So kann es sein, dass du dauerhaft müde bist. (Bildquelle: unsplash.com / Kevin Grieve)

Die Hauptursachen für eine Schlaflosigkeit liegen meist:

  • in deinen individuellen Lebensgewohnheiten
  • im übermäßigen Kaffee-, Alkohol- und Zigarettenkonsum
  • an zu spätem und zu umfangreichen Essen kurz vor dem Schlafen
  • an zu viel sportlicher Betätigung kurz vor dem Schlafen
  • an der ungünstigen Schlafumgebung
  • an einer nicht optimal gewählten Bettausstattung, die nicht zu deinen Bedürfnissen und Schlafgewohnheiten passt
  • an deiner derzeitigen Lebenssituation, wobei hier häufig Schichtarbeit oder auch besondere Stresssituationen zum großen Problem werden können
  • an einem gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus, wie sie oft beim Jetlag zum Beispiel auftritt
  • an der Einnahme von Medikamenten oder auch Schlafmitteln
  • an einer Erkrankung in psychischer oder physischer Hinsicht
  • an Atemwegsstörungen wie Schnarchen oder auch einer Schlafapnoe

Während die meisten der vorgenannten Ursachen nur in einem gewissen Zeitrahmen auftreten, können andere wiederum dauerhaft für eine Schlafstörung sorgen.

Hintergründe: Was du über Schlafstörungen wissen solltest

Du hast das Gefühl, du leidest an Schlafstörungen, bist dir aber nicht ganz sicher? Wir haben dir im Folgenden einige Ursachen und Auslöser von Schlafstörungen zusammengestellt.

Wie beeinflussen innere Unruhe und Stress meinen Schlaf?

Es ist in unserer schnelllebigen Welt gar nicht so abwegig, dass du häufig einem gewissen Stress ausgesetzt bist. Ganz egal, ob du das nun willst oder nicht. Das kann im Job genauso oft vorkommen wie in der Schule oder innerhalb der Familie.

Nicht immer ist dieser Stress automatisch negativ zu bezeichnen. Doch du wirst es selbst schon erlebt haben: Wenn ein Termin den anderen zu jagen scheint, fühlt man sich am Abend besonders müde und kommt dennoch schwer zur Ruhe.

Das liegt daran, dass dein Körper in der jeweiligen Stresssituation erst einmal jede Menge Hormone, wie zum Beispiel Adrenalin ausschüttet. Dadurch bekommst du natürlich einen enormen Energieschub.

Doch auch dein Blutzuckerspiegel steigt und du bist allgemein leistungsfähiger. In dieser Phase fühlst du dich hellwach, und denkst ganz sicher nicht über Schlaflosigkeit nach.

Die Natur hat dafür aber vorgesehen, dass eigentlich auf diese leistungsfähige Phase eine Erholungsphase folgen muss. Denn dann baut dein Körper den Stress und die damit verbundenen Hormone wieder ab und alles ist im grünen Bereich.

Ist diese Erholungsphase nicht möglich, kann es indes zu Erschöpfungszuständen kommen, die nur schwer wieder auszugleichen sind. Deine Psyche leidet darunter ebenso wie dein Immunsystem und dein Herz-Kreislauf-System.

Hattest du also keine ausreichende Erholungsphase nach dem Stress in der Arbeit oder in der Schule, überdreht dein System, wenn man es salopp ausdrücken will. Die Folge ist dann jene innere Unruhe, die dir am Ende auch den Schlaf raubt. Denn in aller Regel gelingt das abendliche Abschalten dann nur sehr schwer.

Du solltest niemals kurz vor dem Einschalfen noch arbeiten. Das kann extreme Schlafstörungen auslösen. (Bildquelle: unsplash.com / Victoria Health)

Stress wirkt sich in jedem Fall negativ auf die Schlafqualität aus. Wenn man einschläft, fährt der Körper aber normalerweise den Kreislauf etwas herunter, die Atmung wird ruhiger, der Puls langsamer und der Blutdruck niedriger. Der Stress hält den Körper also tatsächlich vom Schlafen ab. Und das ist schlecht.

Das Gehirn braucht den Nachtschlaf, um zu regenerieren. Anders als die Muskulatur des Körpers entspannt der Kopf nämlich im Schlaf nicht komplett.

Der Kopf arbeitet weiter. Alles, was am Tag passiert ist, alle Aufgaben und Erlebnisse, sind noch präsent. Im Kurzzeitgedächtnis und im Bewusstsein ist abends viel los. Über den Tag hinweg haben die Nervenzellen des Gehirns auf Hochtouren gearbeitet und sind bei ihrer Arbeit angeschwollen.

Das ist ein ganz normaler Vorgang. Allerdings kleben diese Zellen nicht dicht aneinander, wie das bei anderen Körperorganen der Fall sind. Zwischen den einzelnen Zellen ist viel Platz, und der wird normalerweise von der Hirnflüssigkeit eingenommen.

Die versorgt die Zellen mit Nährstoffen und Brennstoff, transportier die Abbauprodukte ab. Nach einem langen Tag ist aber dafür nicht mehr ausreichend Platz: Die Abbauprodukte sammeln sich, die Nährstoffversorgung lässt nach.

Die Konzentration ist dahin, geradeaus denken oder gar logisch denken ist einfach nicht mehr möglich. Wer jetzt schläft, sorgt dafür, dass das Gehirn wieder abschwellen kann. Im Schlaf werden die einzelnen Impulse und Eindrücke des Tages sortiert und entweder im Gedächtnis abgelegt oder beseitigt.

Schlaf bringt Vergessen, aber Schlaf baut auch Gedächtnis auf. Durch das Abschwellen wird das Gehirn zudem wieder besser mit Nährstoffen versorgt, die Abbauprodukte können weggeschwemmt werden. Bei einer Schlafstörung funktioniert das alles nicht mehr. Die kurzen Phasen tiefen Schlafs reichen nicht aus, um das Gehirn komplett regenerieren zu lassen.

Was ist Stress und wie entsteht er eigentlich?

Stress scheint so etwas wie eine Volkskrankheit zu sein. Er ist ein typisches Symptom der leistungsorientierten Gesellschaft. Und er beeinträchtigt die Schlafqualität: Wer beruflich oder privat unter Druck steht, entwickelt eine Schlafstörung.

Es fängt in der Regel an, wenn man ins Bett geht: Der Tagesablauf geht noch einmal durch den Kopf, die ganzen Fehler und falsch eingeschätzten Zeiten, das Arbeitsvolumen für die nächsten Tage und die unerledigten Dinge geben sich ein fröhliches Stelldichein.

Unter diesen Bedingungen beziehungsweise Gedanken kann niemand gut einschlafen. Die Sorgen fahren im Kopf Karussell, es droht eine schlaflose Nacht. Wenn bis spät in die Nacht noch gearbeitet wird, um den Stapel unerledigter Aufgaben für den nächsten Tag noch etwas zu reduzieren, ist das ein Problem.

Was allgemein als Stress bezeichnet wird, ist ein Ausdruck für Belastung und Anspannung. Stresshormone wie beispielsweise Adrenalin werden in riskanten Situationen oder unter Druck vermehrt produziert.

Damit steigt der Blutdruck. Adrenalin sorgt dauerhaft für Kopfschmerzen, Herzbeschwerden, Magenschmerzen Durchfall und Allergien. und Stress löst oft genug eine Schlafstörung aus. Bei den Männern sind es eher berufliche Stresssituationen, die zu einer Schlafstörung führen, während es bei den Frauen eher familiäre Probleme sind.

Was haben Depressionen mit Schlafstörungen zu tun?

Wie du sicher weißt, kann länger anhaltender Schlafmangel schnell zu Depressionen führen. Ebenso gut können aber Depressionen als psychische Erkrankung aber auch Schlafstörungen hervorrufen.

Es ist also ein wahrer Teufelskreis. Denn Depressionen bewirken in deinem Gehirn ein ständiges Auf und Ab. Manche bezeichnen das auch als „die Gedanken kreisen ständig hin und her“.

Wenn du also unter Depressionen leidest, hast du das Problem, nicht abschalten zu können. Die Folge sind Schlafprobleme, die wiederum dazu führen, dass du zu wenig schläfst. Durch diesen Schlafmangel aber werden deine depressiven Phasen weiter verstärkt.

Untersuchungen im Schlaflabor haben bei Depressionen als Ursache für massive Schlafstörungen ergeben, dass das Gehirn bei diesem Krankheitsbild besonders stark angespannt ist und sich in einem überwachen Zustand befindet.

Wann liegt eine chronische Insomnie vor?

Mediziner nennen die Schlafstörung auch Insomnie. Die Ursachen können vielseitig sein. Denn hierfür können äußere Faktoren wie Lärm und Licht oder auch eine ungenügende Schlafhygiene und Schlafumgebung ebenso verantwortlich sein, wie organische Faktoren.

Von einer chronischen Insomnie ist dann die Rede, wenn du mehr als drei Monate in mindestens drei Nächten pro Woche keinen ausreichenden Schlaf bekommst. Also in dieser Zeit an Schlafstörungen leidest. Das wirst du beispielsweise auch schnell in deinem Alltag bemerken.

Denn der damit einhergehende Schlafmangel wird dich einiges an Konzentrations- und Leistungsvermögen kosten. Er wird zudem am Tag dafür sorgen, dass du dich sehr oft abgespannt und müde fühlen wirst.

Wenn eine Schlafstörung als chronisch eingestuft wird, dann wirst du schnell bemerken, dass andere Krankheiten die Folge sein können.

Das bedeutet, dass du hauptsächlich mit psychischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Depressionen zu tun haben wirst. Denn ein dauerhafter Schlafmangel wirkt sich sehr nachhaltig und negativ auf deine Psyche aus.

Warum leiden Schwangere an Schlaflosigkeit?

In der Schwangerschaft kommt es häufiger zu schlaflosen Nächten. Hauptsächlich in den letzten Wochen, also kurz vor der Entbindung, trifft das sehr viele werdende Mütter. Auch hier können die Ursachen ganz unterschiedlich sein.

So können die folgenden Gründe ausschlaggebend sein, ob eine schwangere Frau an Schlafstörungen leidet:

  • verstärktes Sodbrennen
  • innere Unruhe
  • Kindsbewegungen
  • häufiger Harndrang
  • ein drückender Bauch in so mancher Schlafposition
  • Restless-Legs-Syndrom

Sehr häufig können hier vor allem altbewährte Hausmittel dabei helfen, die Schlaflosigkeit in der Schwangerschaft zu bekämpfen.

Warme Milch mit Honig oder ein warmes Lavendelbad können hier ebenso zur Entspannung beitragen wie meditative Atemübungen.

Was hat der Vollmond mit einer Schlafstörung zu tun?

Du hast sicher schon davon gehört, dass viele Menschen schlechter schlafen, wenn der Vollmond den Nachthimmel erhellt.

Vielleicht leidest du in diesen Nächten ja auch selbst darunter, nicht so gut wie sonst schlafen zu können. Auch wenn in dieser Hinsicht die Schlafforschung noch ganz am Anfang steht, gibt es hier dennoch bereits erste Erkenntnisse.

So stellt Professor Ingo Fietze als Leiter des Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums von der Berliner Charité die Theorie auf, dass es besonders an der veränderten Melatonin-Produktion liegen kann.

Das bedeutet also, dass durch das helle Licht des Vollmondes die Melatoninproduktion in deinem Körper gehemmt wird. Wie du sicher weißt, brauchst du dieses Melatonin, also dieses Schlafhormon, um gut schlafen zu können. Stellt dein Körper nicht genügend davon zur Verfügung, wird es meist eine eher unruhige Nacht.

Diese Theorie wird zudem von der Studie des Schweizer Chronobiologen Christoph Cajochen unterstützt. Denn dieser fand heraus, dass der Melatonin-Spiegel eines Menschen in Vollmondnächten geringer ist und daraus eine kürzere Schlafenszeit von rund 20 Minuten resultieren könnte.

Endgültig klären konnten die Wissenschaftler aber bisher noch nicht, warum viele Menschen bei Vollmond so unruhig und schlecht schlafen.

Wenn du auch darunter leidest, bei Vollmond nicht wirklich gut und ausreichend schlafen zu können, solltest du nach Möglichkeit für mehr Dunkelheit sorgen. Zieh also die Vorhänge zu und praktiziere vor dem Einschlafen entspannende Atemübungen oder auch autogenes Training.

Warum leiden Frauen an Schlafstörungen in den Wechseljahren?

In den Wechseljahren verändert sich so einiges am und im menschlichen Körper. Besonders Frauen scheinen davon sehr häufig betroffen. Sie leiden dann verstärkt unter:

  • Hitzewallungen
  • Schweißausbrüchen
  • Stimmungsschwankungen
  • Schlafstörungen

Neben einer möglichen Schilddrüsenüberfunktion oder depressiven Erkrankungen werden diese Merkmale des Klimakteriums dem sinkenden Östrogenspiegel zugeschrieben.

Was sind die Folgen von Schlafstörung?

Gefährlich für den menschlichen Organismus wird die Schlaflosigkeit erst, wenn sie sich zu einer echten Schlafstörung ausgeweitet hat. Wenn du also vielleicht einmal eine unruhige Nacht verbringst, musst du dir noch keine großen Sorgen machen.

Leidest du allerdings mindestens dreimal in der Woche, und das für einen längeren Zeitraum unter dieser Schlaflosigkeit, sollten dir die Folgen bewusst sein.

Denn bei einer ausgewachsenen Schlafstörung leidest du anschließend möglicherweise unter:

  • Tagesmüdigkeit
  • Abgespanntheit
  • Konzentrationsproblemen
  • verminderter Leistungsfähigkeit
  • Bluthochdruck
  • Magen- und Darmbeschwerden
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Gewichtsproblemen

Doch auch eine gewisse Gereiztheit, ein geschwächtes Immunsystem oder ein zunehmendes Risiko, einen Arbeits- oder Autounfall zu erleiden, können die Folge sein.

Darüber hinaus können Schlafstörungen aber auch dazu führen, dass du generell schneller alterst, beziehungsweise deine Lebenserwartung nicht mehr so hoch ist. Selbst deine Gedächtnisleistung kann bei einer andauernden Schlafstörung massiv beeinträchtigt werden.

Einen gesunden und ausreichenden Schlaf braucht dein Körper, um über Nacht alle Regenerationsprozesse in Gang zu bringen.

Somit kann es niemals verkehrt sein, wenn du deine Schlafgewohnheiten ebenso optimierst wie deine Schlafumgebung und deine Bettausstattung.

Was tun gegen Schlafstörungen: Tipps und Tricks, die dir helfen

Du hast festgestellt, dass du unter Schlafstörungen leidest? Dann haben wir dir hier einige wichtige Informationen und Tricks zusammengestellt, die dir dabei helfen können, Schlafstörungen zu bekämpfen.

Welche ersten Schritte kann ich vornehmen, um etwas gegen meine Schlafstörung zu unternehmen?

Du solltest zunächst überprüfen, an was es liegt, dass du nicht so gut ein- und durchschlafen kannst.

Denn gerade im psychischen Bereich kommt es sehr oft zu Überlastungen, die in einer Schlaflosigkeit gipfelt und am Ende auch eine echte Schlafstörung nach sich ziehen kann.

Darüber hinaus können aber zum Beispiel auch innere Unruhe, eine Schwangerschaft oder auch die Wechseljahre mögliche Ursachen für deine Schlafstörung sein.

Aber ganz besonders blaues Licht, wie es von einem laufenden Fernseher ausgeht, kann massiv dabei stören, dass du gut ein- und durchschlafen kannst. Doch auch digitale Anzeigen auf Uhren oder anderen elektronischen Geräten erzeugen dieses blaue Licht.

Die blauen Lichtanteile von technischen Geräten wie TV oder Digital-Wecker hemmen die Melatonin-Produktion. Nachtlichter hingegen besitzen vermehrt Rotlicht-Anteile und lösen somit keine Schlafprobleme aus.

Blaues Licht von Elektrogeräten kann dich daran hindern, einzuschlafen, da es die Melatonin-Produktion stoppt. (Bildquelle: 123rf.com / Leung Cho Pan)

Ganz wichtig ist auch ein geregelter Schlafrhythmus. Achte darauf, dass du für dich rausfindest, wie viel du schlafen musst und wann die beste Zeit für dich ist, ins Bett zu gehen. Natürlich wird das vom Ablauf deines Alltags beeinflusst, trotzdem solltest du darauf achten, dass du eine Routine bekommst.

Wie kann ich meine Schlafumgebung optimal gestalten?

Gerade deine Schlafumgebung kann deinen Schlaf verbessern. Achte deshalb wenn möglich auf folgende Dinge.

  • Ruheraum: Du solltest dein Schlafzimmer so gestalten, dass es wirklich nur zum Schlafen und Entspannen geeignet ist. Kein Fernseher, kein Bügelbrett und kein Schreibtisch. Einfach nur dein Bett. So assoziiert dein Gehirn automatisch mit dem Raum Entspannung und Schlaf und kann leichter Abschalten. Das ist in vielen Räumen aufgrund von Platzmangel nicht möglich, deshalb solltest du in diesen Fällen Stauraum mit Vorhängen oder Ähnliches schaffen.
  • Ordnung: Dein Schlafzimmer sollte nicht vollgestellt und unordentlich sein. Denn so kann dein Gehirn auch nicht entspannen. Keine Klamottenhaufen oder Unterlagen. Auch hilft es, immer das Bett zu machen.
  • Blaues Licht: Das haben wir dir ja schon weiter oben erklärt. Blaues Licht, also TVs, Handys und Co. sollten im Schlafzimmer nicht benutzt werden.
  • Licht: Achte auf die richtigen Lichtverhältnisse. In der dunkelheit weiß dein Hirn, dass es Zeit ist für das Schlafen.
  • Ruhe: Damit du zur Ruhe kommst und wirklich abschalten kannst, solltest du auf eine ruhige Schlafumgebung achten.
  • Temperatur: Natürlich gilt bei der Temperatur immer: wähle sie so, wie es dir am besten gefällt. Allerdings hilft im Allgemeinfall eine kühlere Temperatur im Schlafzimmer beim Einschlafen.
  • Ausstattung: Bett, Lattenrost, Matratze, Decke, Kissen, Bettwäsche – alles sollte nach deinen Bedürfnissen ausgerichtet sein. So dass du dich auf dein Bett freust und so richtig entspannen kannst, wenn du darin liegst.

Welche medizinischen Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Es empfiehlt sich dann ein Arztbesuch, wenn du sehr stark unter deiner Schlaflosigkeit leidest. Auch wenn deine Schlafstörungen schon eine geraume Zeit andauern, ist es sinnvoll, deinen Arzt zu konsultieren.

Stelle im Vorfeld sicher, dass es nicht etwa an einer durchgelegenen Matratze oder ähnlichem liegt, weswegen du schlecht ein- und durchschlafen kannst.

Ein Arzt wird dir zunächst Fragen stellen, die deine Lebenssituation, dein Schlafverhalten und auch deine Schlafhygiene betreffen. Anschließend wird er mit dir gemeinsam nach der Ursache forschen, die deiner Schlaflosigkeit zugrunde liegt. Erst dann wird er eine geeignete Behandlungsmethode festlegen.

Mögliche Behandlungsansätze bei einer Schlafstörung können sein:

  • Akupunktur
  • Lichttherapie
  • Verhaltenstherapie
  • Erlernen von Entspannungstechniken
  • Medikamente bei neurologischen Ursachen für eine Schlafstörung, wie zum Beispiel beim Restless-Legs-Syndrom
  • Medikamente oder Anpassung einer Schnarch-Schiene bei Schlafapnoe

Liegt deine Schlaflosigkeit aber an einer anderen Erkrankung, wird der Arzt zunächst diese Krankheit in den Fokus rücken.

Das bedeutet, dass zunächst diese als Ursache erkannte Krankheit behandelt werden muss, bevor eine Therapie für deine Schlafstörungen begonnen werden kann. Häufig lösen sich Ein- und Durchschlafprobleme dann ohnehin in Luft auf.

Wie kann ich den Stress reduzieren, damit ich besser schlafen kann?

Der Kopf braucht Zeit, um abzuschalten. Er muss zur Ruhe kommen und die Tageserlebnisse verarbeiten. Das kann er aber nicht, wenn man vom Schreibtisch aus direkt ins Bett fällt.

Ausgleichssport zum Auspowern, Gespräche über deine Gedanken  oder künstlerisch-kreative Hobbys können ein wichtiges Ventil sein. Vielen hilft auch eine kurze Meditation. Dafür gibt es mittlerweile viele Apps und Hörbücher, die dir eine gute Anleitung bieten können.

Was kann gegen Schlafstörungen in den Wechseljahren helfen?

In aller Regel können bewährte Hausmittel oder auch pflanzliche Wirkstoffe sehr hilfreich sein. Hier sind vor allem pflanzliche Östrogene, wie sie beispielsweise im Hopfen, in Soja oder auch im Rotklee enthalten sind, gute und gesunde Alternativen zu Schlafmitteln.

Solltest du als Ursache deiner Schlaflosigkeit deine Wechseljahre sehen, ist es durchaus empfehlenswert, deine Schlafumgebung und auch die Bettausstattung zu überprüfen. So sollte nicht nur deine hochwertige Matratze an die veränderten Bedürfnisse angepasst sein, sondern auch die Bettwaren.

Denn gerade bei verstärkten Schweißausbrüchen und Hitzewallungen in der Nacht kann es für dich einen effektiven Nutzen bringen, wenn du Decke und Kissen mit einer dafür geeigneten Füllung benutzt.

Was muss ich bei Medikamente gegen Schlafstörungen beachten?

Eine Medikamenteneinnahme bei Schlafstörungen solltest du generell nur in Absprache mit deinem behandelnden Arzt in Betracht ziehen. Denn die Schlafmittel müssen ganz individuell auf dich und deine Beschwerden abgestimmt sein.

Zudem dürfen diese Medikamente nur für eine kurze Zeit eingenommen werden, da hier eine akute Gefahr besteht, abhängig zu werden.

Du solltest bei chemischen Schlaf-Medikamenten aufpassen, da diese schnell abhängig machen. (123rf.com / Katarzyna Białasiewicz)

Welche Hausmittel gibt es, die gegen Schlafstörungen helfen?

Es ist natürlich immer gesünder, auf homöopathische Mittel zurückzugreifen oder altbewährte Hausmittel zu nutzen, wenn du unter Schlafstörungen leidest. Warme Milch mit Honig oder Kräutertees sind ideale Hausmittel, um schneller und besser einschlafen zu können.

Zu den homöopathischen Mitteln gehören unter anderem Globuli, Melatonin oder auch Cannabidiol, kurz CBD.

Diese Wirkstoffe können dir dabei helfen, dich am Abend leichter zu entspannen und zur Ruhe zu finden. Dabei besteht hier nicht die Gefahr, dass du abhängig von diesen Mitteln werden kannst. Zur Sicherheit solltest du aber vor der Einnahme dieser Wirkstoffe auch hier einen Arzt fragen.

Fazit

Es ist festzuhalten, dass Schlafstörungen an vielen Ursachen liegen kann. Es ist aber wichtig, diese Ursachen herauszufinden, um die richtige Behandlung zu wählen. Deshalb solltest du damit viel Zeit verbringen. Fange an, deine Schlafumgebung zu optimieren, sorge für einen guten Schlafrhythmus und reduziere Sport, viel Essen und Stress kur vor dem Einschlafen.

Wenn diese Dinge nicht helfen, solltest du tiefe in dich gehen. Belastet dich irgendetwas? Leidest du an Depressionen? Manchmal sind es keine direkten Gründe, die zur Schlafstörung führen sondern vielmehr Dinge, die dich immer belasten. Spreche auch mit einem Arzt, dieser kann dir auch sehr gut weiterhelfen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] Medizin-Transparent „Schlaflos durch blaues Licht“, https://www.medizin-transparent.at/schlaflos-durch-blaues-licht

[2] Apotheken-Umschau „Schlafstörungen“, https://www.apotheken-umschau.de/Schlafstoerungen

[3] Apotheken-Umschau „Was beim Einschlafen wirklich hilft“, https://www.apotheken-umschau.de/Schlafen/Was-beim-Einschlafen-wirklich-hilft-114357.html

[4] Heel.de „Innere Unruhe und Schlafstörungen“, https://www.heel.de/de/innere-unruhe-und-schlafstoerungen.html,

[5] Apotheken-Umschau „Schlafstörungen bei Depressionen“, https://www.apotheken-umschau.de/Depression/Schlafstoerungen-bei-Depressionen-545979.html

[6] Männergesundheitsportal „Chronische Insomnie“, https://www.maennergesundheitsportal.de/themen/gesunder-schlaf/schlafstoerungen/chronische-insomnie/

[7] Hallo-Eltern.de „Schlafstörungen in der Schwangerschaft“, https://www.hallo-eltern.de/schwangerschaft/schlafstoerungen/

[8] Apotheken-Umschau „Schlafen wir bei Vollmond schlechter?“, https://www.apotheken-umschau.de/Schlafen/Schlafen-wir-bei-Vollmond-schlechter-517559.html

[9] NDR „Schlaflos in den Wechseljahren – was tun?“, https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Schlafstoerungen-in-Wechseljahren-Hilfe,klimakterium100.html

[10] Besser gesund schlafen „Folgen von Schlaflosigkeit“, https://www.besser-gesund-schlafen.com/Folgen_von_Schlaflosigkeit.html

[11] Navigator Medizin „Schlafstörungen: Ursachen und Diagnostik“, https://www.navigator-medizin.de/schlaf-und-schlafstoerungen/die-wichtigsten-fragen-und-antworten-zu-schlafstoerungen/ursachen-und-diagnostik/659-wann-sollte-ich-wegen-einer-schlafstoerung-zum-arzt.html

[12] Med-Specialists „Schlafstörungen“, https://www.med-specialists.com/schlafstoerungen/,

Bildquelle: unsplash.com / Ihor Malytskyi

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Lena Schmidt
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