Laut Statistiken verbringt ein Deutscher in seinem Leben bis zu 24 Jahre und vier Monate im Bett. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist das Liegegefühl, welches nicht nur durch Decke und Kissen beeinflusst wird. Die Matratze ist ebenso essentiell, was den Schlafkomfort angeht.

Auf dem Markt sind Matratzen in vielen Ausführungen und Größen erhältlich. Doch welche ist die richtige für den eigenen Bedarf?

Die einen schlafen besser auf Taschenfederkern, die anderen bevorzugen Latex als Kernmaterial. Wo liegen die Unterschiede und wie beeinflussen sie den alltäglichen Schlaf? Gerade wer im Begriff ist, sich seine erste Matratze zu kaufen, steht im Laden meist vor einem Rätsel.

Das folgende Magazin wirft einen Blick auf die Thematik, beschäftigt sich mit den Fragen, welche Ausführungen es gibt, welche Größen und geht auf den Härtegrad ein. Dieser stellt heutzutage einen ausschlaggebenden Faktor dar, wenn es darum geht, eine neue Matratze zu kaufen.

Gleichzeitig finden wir heraus, ob es spezielle Modelle für kranke Menschen gibt und ob es möglich ist, ihnen mittels der richtigen Matratze entgegenzukommen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Matratze trägt im Allgemeinen zu einem besseren Schlafgefühl bei. Wichtig dabei ist, dass sie gemäß der eigenen Eigenschaften, Liegeposition und Vorlieben ausgesucht wird.
  • Das verarbeitete Material beeinflusst das Schlafgefühl ungemein, weshalb es keine pauschale Empfehlung für oder gegen ein bestimmtes gibt. Als Beispiel: Latexmatratzen sind vielen Anwendern zu schwer. Für Allergiker sind sie aufgrund ihrer bakterien- und milben-abweisenden Eigenschaft aber das Optimum.
  • Der Härtegrad einer Matratze spielt eine wichtige, aber trotzdem beiläufige Rolle. Er entspricht zwar keiner Norm, erleichtert die Wahl des richtigen Matratzenmodells jedoch anhand seiner Einteilung in unterschiedliche Gewichtsklassen immens.

Definition: Was sind Matratzen?

Per Definition ist eine Matratze ein Polster, welches auf dem Bettrahmen, oberhalb des Lattenrostes eingelegt wird, um dem darauf Schlafenden eine bequeme Liegeposition zu ermöglichen. Erst mittels Matratze wird ein Bett zum Bett, da ohne sie kein komfortables Schlafgefühl erreicht werden kann.

Ein Matratze soll dir ein komfortables Schlafgefühl geben. (Bildquelle: pixabay.com / congerdesign)

Ihre Geschichte geht weit in der Zeit zurück. Primitive Matratzen gab es bereits zu Zeiten Odysseus, auch wenn sie damals noch aus einigen Schichten Fell und Teppichen bestand.

Später füllten die Römer ihre Betten mit Pflanzenfasern oder Gänsefedern, um es nachts möglichst bequem zu haben. Bekannt wurden sie etwa im 12. Und 13. Jahrhundert, als sie dank des Kulturaustauschs von Sizilien nach Europa gelangten.

Die heutige Matratze entstand vorwiegend aus dem Luxus der höheren Gesellschaftsschichten, die in den früheren Epochen noch aus einer Ansammlung von Kissen bestand.

Unterdessen füllte das gemeine Volk ihre Bezüge weiterhin mit Schilf, Stroh oder Spreu. Ende des 19. Jahrhunderts gelangte die Matratze schließlich auch in die bürgerliche Schicht.

Erst nach Ende des zweiten Weltkriegs begann die Entwicklung der Matratzenform, die wir heute kennen. Der Anspruch an die Liegepolster als auch Lattenroste ist seitdem merklich gestiegen. Immer mehr ging man von Naturmaterialien als Rohstoff ab, Füllstoffe wie Kaltschaum oder Metallfedern sind heute Standard.

Hintergründe: Was du über Matratzen wissen solltest

Matratzen sind in der heutigen Zeit essentiell für das nächtliche Schlafgefühl und beeinflussen maßgeblich die Gesundheit des Menschen. Während er seine Zeit im Bett verbringt, unterstützt sie seinen Rücken, kann aber bei der falschen Wahl auch ebenso gesundheitsschädlich sein.

Dazu kommt, dass es sie in unterschiedlichen Ausführungen gibt. Ob Federn, Latex oder Kaltschaum, ist dabei Geschmacksache. Während Matratzen früher standardmäßig in drei Teile aufgeteilt waren, sind sie heute ausschließlich einteilig erhältlich, sofern es sich nicht um ein Reisemodell handelt.

In den folgenden Abschnitten findest du die unterschiedlichen Matratzentypen, bekommst Aufschluss über den Härtegrad, warum dieser so wichtig ist und erfährst ebenso, mit welchen Kosten du rechnen musst.

Welche Matratzenarten gibt es?

Im Lauf der Entwicklung haben sich verschiedene Matratzenarten entwickelt. Unterschieden werden sie hauptsächlich über ihren Kern, als auch ihre Fertigungsmaterialien. In der nachfolgenden Tabelle erfährst du mehr über die einzelnen Typen und kannst dir selbst ein Bild davon machen, was letzten Endes vielleicht auch zu einer Kaufentscheidung beiträgt.

Eines lässt sich bereits im Vorfeld erklären: Heutige Matratzen sind – unerheblich vom verarbeiteten Material – in drei bis sieben Liegezonen eingeteilt.

Diese dienen dazu, den Bedürfnissen der einzelnen Körperregionen entgegenzukommen und ihnen eine angemessene Stütze zu geben. So sinkt der menschliche Körper an der Hüfte beispielsweise tiefer ein als im Bereich des Kopfes.

Kaltschaummatratzen

Kaltschaummatratzen werden aus einem elastischen Schaum hergestellt. Die hohe Elastizität zeichnet diesen Matratzentyp auch aus. Außerdem wird dadurch die Kuhlenbildung vermieden.

Sie bieten im Liegen eine gute Unterstützung und passen sich dem Körper gut an. Dieser Matratzentyp ist auch besonders atmungsaktiv und besitzt eine ausgezeichnete Feuchtigkeitsregulierung.

Beim Kauf einer solchen Matratze solltest du auf den HR-Wert (High Resilience) achten: Je höher der Wert, desto mehr Schaum ist verarbeitet.

Viscoschaummatratzen

Viscoschaummatratzen sind ebenfalls aus einem elastischen Schaum gefertigt, der in seine ursprüngliche Form zurückkehrt, sobald der Liegende die Matratze verlässt. Dadurch wir der Druck vermindert und gleichmäßig verteilt.

Mit der Viscoschaummatratze hast du eine Matratze,die sich deinen Körperformen perfekt anpasst. Sie bietet dir einen weichen und warmen Liegekomfort.

Speziell geeignet ist dieser Matratzentyp für jene Menschen, die gerne etwas weicher schlafen oder unter körperlichen Beschwerden leiden.

Taschenfederkernmatratzen

Taschenfederkernmatratzen sind die neue Form der Federkernmatratze. Die Federn sich dabei in einzelne Taschen verpackt und bewegen sich unabhängig voneinander. Dadurch wird eine optimale Druckverteilung gewährleistet.

Die Matratzen sind in bis zu neun Körperzonen eingeteilt, um bestimmten Körperregionen mehr Halt bzw. mehr Flexibilität zu geben. Außerdem ist sie durch ihren Aufbau perfekte durchlüftet.

Oftmals werden Taschenfederkernmatratzen mit einer Schicht aus Latex oder Kaltschaum kombiniert. So erhalten sie eine besonders lange Lebensdauer.

Latexmatratzen

Latexmatratzen bestehen aus einem antiallergischen Material, das Hausstaubmilben und Schimmel abwehrt. Allerdings ist die Matratze dadurch auch weniger atmungsaktiv und etwas schwerer als andere Matratzentypen.

Dafür hält sie die Wärme besser fest als andere Matratzen. mit einer offenen Zellstruktur der Matratze ist eine bessere Entlüftung möglich.

Auf dieser Matratze hat man ein sehr weiches Liegegefühl und eine hohe Elastizität der einzelnen Punkte der Matratze. Außerdem hat sie ein lange Lebensdauer.

Polyethermatratzen

Polyethermatratzen sind aus Polyätherschaum gefertigt. Sie haben im Vergleich zu anderen Matratzentypen eine eher geringe Elastizität, sind allerdings sehr preiswert erhältlich.

Durch ihre geschlossene Zellstruktur sind die nur beschränkt Atmungsaktiv.

Bonellfederkernmatratzen

Bonellfederkernmatratzen besitzen einen Kern aus Federn, die miteinander verbunden sind. Dabei gilt: Je mehr Federn, desto höher ist der Liegekomfort. Diese Matratzen werden zusätzlich meist mit einer Schicht Kaltschaum oder Polyether ausgestattet.

Bonellfederkernmatratzen haben eine lange Lebensdauer und sind dennoch relativ günstig erhältlich.

Was ist der Härtegrad einer Matratze?

Spätestens bei der Wahl des richtigen Härtegrades kommen viele Verbraucher ins Straucheln. Der Härtegrad bezeichnet einen Wert, der Angaben über die Härte der Matratze macht. Je höher der Wert, desto härter die Matratze.

Eine gute Richtlinie, um den richtigen Härtegrad für sich selbst zu finden, ist das eigene Körpergewicht als auch die Körpergröße. Bei einigen Matratzen-Modellen kann es hilfreich sein, die persönlichen Vorlieben in Bezug auf die Liegehärte einzubinden. Für gewöhnlich nimmt man sich hier die folgenden Angaben zur Hilfe:

  • Härtegrad 1: bis 50 kg – sehr weich
  • Härtegrad 2: bis 70 kg – weich
  • Härtegrad 3: 70 bis 100 kg – mittelfest
  • Härtegrad 4: 100 bis 130 kg – hart
  • Härtegrad 5: mehr als 130 kg – sehr hart

Es gibt Hersteller, die sich auf drei Härtegrade beschränken. Das sorgt zum Teil für große Verwirrung bei der Wahl des richtigen Wertes. Da es hierbei auch keine Norm gibt, wird der Härtegrad zu einer willkürlichen Angabe, die der reinen Orientierung dient, jedoch nicht maßgeblich ist.

Ein wichtiger Wert, der hierbei auch eine Rolle spielt, ist die sogenannte Stauchhärte.

Sie bezeichnet die Dichte als auch die Festigkeit der Matratze. Je höher der Wert, desto fester fällt das Material und die Beschaffenheit aus.

Um den richtigen Härtegrad für den eigenen Bedarf zu finden, spielt auch das Material der Matratze eine Rolle. So kauft man Visco-Matratzen eher etwas zu hart als zu weich, bei Federkernmatratzen nimmt mit steigendem Härtegrad die Dicke der Federn zu.

Der richtige passende Härtegrad ist sehr wichtig für die richtige Matratze. (Bildquelle: unsplash.com / DAVIDCOHEN)

Letzten Endes ist der Härtegrad zwar ein Wert, der bei der Wahl der richtigen Matratze wichtig ist und für den es ein paar Richtlinien gibt. Allerdings ist das persönliche Empfinden beim Probeliegen sehr viel wichtiger. Daher kaufen manche Menschen, die ein Gewicht unter 70 Kilogramm aufweisen, auch gerne mal eine härtere Matratze mit Härtegrad 3.

Kommen etwaige Erkrankungen dazu, die der Interessent bedenken muss, spielt der Härtegrad noch einmal eine völlig andere Rolle.

Welche Matratzengrößen gibt es?

Die Matratzengröße wird in der Regel gemäß der Größe des Bettrahmens ausgesucht. Allerdings hängt die Wahl der passenden Größe auch mit den eigenen Vorlieben zusammen.

So schlafen beispielsweise viele Einzelpersonen in Betten, die eine Breite von 120 oder 140 Zentimetern aufweisen. Gleichwohl gibt es jene, die sich mit einer Breite von 90 Zentimetern zufrieden geben.

Hier eine Liste mit den gängigsten Größen für Matratzen (die Angabe erfolgt dabei ausschließlich in Zentimetern (cm)):

  • 60 x 120 cm
  • 70 x 140 cm
  • 70 x 200 cm
  • 80 x 200 cm
  • 90 x 200 cm
  • 100 x 200 cm
  • 120 x 200 cm
  • 140 x 200 cm
  • 160 x 200 cm
  • 180 x 200 cm
  • 200 x 200 cm

Sofern auf der Matratze zwei Personen Platz finden sollen, ist es ebenso möglich, zwei kleinere Exemplare miteinander zu kombinieren. So ist es in der heutigen Zeit nicht mehr selten, dass zwei Matratzen in der Größe von 70 mal 200 Zentimetern zu einer 140 mal 200 Zentimeter-Matratze zusammengefügt werden.

Diese Vorgehensweise unterstützt zudem das individuelle Liegegefühl der einzelnen Personen und lässt eine bessere Wahl des Härtegrades zu. Ferner kommt es dann auch nicht zu Liegekuhlen in der Mitte, da jeder die Matratze bekommt, die er für seine Bedürfnisse benötigt.

Sondergrößen mit einer Länge von 220 Zentimetern sind ebenfalls in den gängigen Breiten erhältlich, auf dem deutschen Markt allerdings noch relativ selten verfügbar.

Wie wichtig ist das Körpergewicht bei einer Matratze?

Das Körpergewicht spielt in Bezug auf den Härtegrad eine Rolle. Dieser ist zwar zum Großteil eine Ermessenssache, es gibt jedoch ein paar wichtige Hinweise, die man beim Kauf beachten sollte.

Anhand der oben aufgeführten Liste zum Härtegrad ist es möglich, den richtigen Wert, angepasst an das eigene Körpergewicht, zu finden.

Der Härtegrad und das Material der Matratze sollten je nach Körpergewicht angepasst werden. (Bildquelle: 123rf.com / Aleksandr Davydov)

Die Matratze soll jedem, unabhängig davon, welches Gewicht er besitzt, eine optimale Druckentlastung bieten. Dies kann sie jedoch nicht, wenn für ein zu hohes Gewicht eine zu geringe Stauchhärte oder ein geringer Härtegrad ausgewählt wird.

Auf Dauer kommt es bei der Wahl einer falschen Matratze zu Nacken- oder Rückenschmerzen, Durchblutungsstörungen oder Druckstellen.

Daher ist es stets empfehlenswert, keinesfalls eine Matratze zu kaufen, die einen kleineren Härtegrad besitzt als den, der für das eigene Körpergewicht angemessen erscheint.

Wie lange hält eine gute Matratze?

Die Lebensdauer einer Matratze ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Zwar sind die heute gefertigten Modelle alle länger haltbar als noch vor etwa 100 Jahren, doch mit einer unangemessenen Pflege sind sie bereits nach wenigen Jahren durchgelegen, oder weisen andere Defizite auf, die einen Austausch erfordern.

Mit den richtigen Maßnahmen kann eine Matratze ein Alter zwischen zehn und zwanzig Jahren erreichen.

Für gewöhnlich wird von Händlern der Austausch nach spätestens 15 Jahren empfohlen. Allerdings hängt dies auch stark vom Verschleiß der Matratze ab.

Welche Maßnahmen sich zur Förderung der Lebensdauer ergreifen lassen, sind:

Maßnahme Effekte
Matratzenschoner verwenden Meinungen über diesen gehen auseinander, gewährleistet durch das spezielle Material einen guten Luftaustausch, schützt den Matratzenbezug vor Schäden, ausgehend von den Leisten des Lattenrostes
Matratzenauflage nutzen Topper oder Spezialbezüge, Bezüge bieten einen optimalen Schutz vor Milben oder Allergenen, Topper vermeiden auf Dauer die Bildung von Kuhlen in der Matratze
regelmäßiges Wenden gewendet wird beim Beziehen des Bettes, integrierte Halteschlaufen an der Seite erleichtern das Vorhaben

Wie teuer ist eine gute Matratze?

Wenn eine neue Matratze notwendig ist, steht heutzutage immer öfter eine Alternative zu Möbel- oder Bettenhäusern zur Verfügung: Die Bestellung im Internet! Selbstverständlich kommt bei einigen der Gedanke auf, wozu sie Matratzen im Internet kaufen sollten, da hier das Probeliegen entfällt.

Zudem der Eindruck entsteht, dass derlei Matratzen keiner guten Qualität entsprechen, da sie vielen Personen zu “billig” erscheinen.

Eine gute Matratze muss nicht teuer sein. Zudem teuer auch nicht gleich “gut” bedeutet.

Unabhängig davon, welche Schlafgewohnheiten man besitzt, welche Größe es sein soll, oder welches Material: Hochwertige Matratzen sind zu einem Preis von etwa 250 bis 300 Euro erhältlich. Höher fällt der Preis nur dann aus, wenn der Käufer bestimmte Erwartungen an sie stellt. Erst dann fällt der Preis für eine gute Matratze höher aus.

Eine Grenze nach oben gibt es prinzipiell nicht. Übrigens: Auch die Matratzen aus dem Internet dürfen zum Probeschlafen genutzt werden. Die Verkäufer sind inzwischen gesetzlich dazu verpflichtet, sie bei Nichtgefallen wieder zurückzunehmen.

Eine Matratze solltest du am besten ein paar Nächte probeschlafen. Erst nach ein paar Tagen kannst du sagen, ob dir eine Matratze längerfristig passt. (Bildquelle: unsplash.com / Kinga Cichewicz)

Matratzen: Praktische Anwendung und Vorteile

In den nächsten Abschnitten erfährst du, ob es Ausführungen für Personen mit speziellen Bedürfnissen gibt und inwiefern die möglichen Defizite positiv unterstützt werden können. Wir erläutern dir, welche Matratzen für schwere Personen in Frage kommen und für welche Modelle du dich entscheiden kannst, falls du etwas mehr schwitzt.

Ferner gehen wir auf spezielle Matratzen-Modelle ein, die Menschen mit chronischen Schmerzen oder ähnlichen Problemen optimal unterstützen können.

Zuletzt erfährst du etwas zur regelmäßigen Pflege und wie du diese am besten anstellst.

Welche Matratze für schwere Personen?

Menschen mit Übergewicht haben es in Bezug auf die Wahl der richtigen Matratze nicht ganz einfach. Sie müssen nicht nur auf den passenden Härtegrad achten, sondern sind ebenso eingeschränkt, was das Fertigungsmaterial angeht.

Der Grund hierfür liegt darin begraben, dass eine Matratze dem aufliegenden Körper eine optimale Druckentlastung bieten sollte. Dies ist mit manchen Materialien aber nicht so gut gegeben wie mit anderen. Daher entscheiden sich Personen, die ein paar Pfunde mehr auf die Waage bringen, in der Regel für folgende Matratzen-Modelle:

  • Kaltschaum
  • Naturlatex
  • Viscoschaum

Einige Hersteller haben sich außerdem auf unterschiedliche Konzepte spezialisiert, bei denen die Matratze so konstruiert ist, dass sie diagonal-elastisch ist und somit eine bessere Entlastung bietet.

Diese sogenannten Schwergewichtsmatratzen gehen auf die speziellen Bedürfnisse der Anwender ein und bieten ein komfortables und sogar orthopädisches Schlafgefühl, bei dem man keine Druckstellen oder Rückenschmerzen fürchten muss.

Dank dieser Matratzen ist es auch möglich, die individuelle Statur in die Wahl der richtigen Matratze einzubeziehen. Denn nicht jeder übergewichtige Mensch ist in der Mitte füllig. Bei größeren Personen kann die Verteilung des Gewichts völlig anders ausfallen.

Welche Matratze für Personen mit Allergien?

Auf den ersten Blick scheint es schwierig, für einen Allergiker die passende Matratze zu finden, doch dies ist ein Trugschluss. Im Grunde gibt es kaum etwas Einfacheres. Denn: Allergiker legen vor allem Wert darauf, dass sie nicht mit Hausstaubmilben in Kontakt kommen, beziehungsweise mit deren Ausscheidungen, die sich in fast jeder Matratze ansammeln.

Für Allergiker kommt in jedem Fall eine Latexmatratze in Frage. Denn sie hat von Natur aus die Eigenschaft, dass sie sowohl Schimmelsporen als auch Hausstaubmilben abwehrt. Latex ist für diese Bakterien und Kulturen uninteressant, sie setzen sich also nicht darauf ab.

Im Zweifelsfall, sofern eine andere Matratze gezielt gewünscht ist, stehen Allergikern spezielle Bezüge zur Verfügung, die dafür sorgen, dass die Besitzer nicht mit den schädlichen Allergenen in Kontakt kommen.

Welche Matratze bei schwitzenden oder frierenden Personen?

Manche Menschen neigen dazu, ständig zu frieren. Andere schwitzen wiederum viel zu schnell. Diese grundlegend unterschiedlichen Zustände machen es einem nicht gerade einfach, das passende Matratzenmodell zu finden.

Was jedoch denen anzuraten ist, die immerzu frieren und es lieber ein wenig wärmer haben, ist dass heutzutage jede Matratze mit einer Sommer- sowie Winterseite ausgestattet ist. Dementsprechend lässt sich die Wärme in jedem Fall ein wenig regulieren. Latexmatratzen sind ebenso empfehlenswert, weil sie von Natur aus etwas wärmer sind als andere Materialien.

Für diejenigen, die ständig schwitzen und es eigentlich gerne kühl haben, ist ein Modell mit einer besonders guten Durchlüftung zu empfehlen. Kaltschaummatratzen besitzen dank ihrer Offenporigkeit eine sehr gute Luftzirkulation und sind somit atmungsaktiv. In einigen Modelle befinden sich zusätzliche Luftkanäle, die einen noch besseren Luftaustausch gewährleisten.

Als Matratze mit den kühlsten Eigenschaften gelten Taschenfederkernmatratzen. Ein Wärmestau wird bei diesen Modellen grundsätzlich verhindert, womit ein entspanntes Schlafgefühl möglich ist. Die feuchtigkeitsregulierende Beschaffenheit transportiert übermäßigen Schweiß sehr gut ab, womit sie den Schlaf besonders luftig gestaltet.

Welche Matratze für Personen mit körperlichen Schmerzen?

Rückenschmerzen sind in der heutigen Zeit zu einer regelrechten Volkskrankheit geworden. Schuld daran ist nicht unbedingt immer der harte Alltag.

Manche Menschen verliegen sich so stark im Bett, dass sie morgens schon mit entsprechenden Leiden aufstehen. Eine Matratze sollte selbstverständlich so gewählt sein, dass Rückenschmerzen gar nicht erst auftreten.

Sofern jemand regelmäßig an Rückenschmerzen leidet und es erwiesen ist, dass dies nicht an seinem Schlafgewohnheiten liegt, bietet sich die Nutzung einer Kaltschaum- oder Viscoschaummatratze an. Diese gewährleisten eine optimale Punktentlastung und sorgen dafür, dass der Körper nachts auch die Ruhe bekommt, die er benötigt und er sich erholen kann.

Die Einteilung in unterschiedliche Zonen ist zwar sinnvoll, doch sollte sie auch die Bereiche optimal stützen, wo der Anwender es benötigt.

Der Härtegrad spielt dabei ebenfalls eine Rolle. Er wird häufig zu weich gewählt, was dafür sorgt, dass der Rücken während des Schlafs durchhängt und somit Schmerzen entstehen.

Liegt bereits ein Bandscheibenvorfall vor, ist es sinnvoll, eine nicht zu weiche Matratze zu wählen, damit der Rücken eine genügende Stütze erhält, aber gleichzeitig entlastet wird.

In diesem Fall bieten sich ebenfalls Kaltschaum- und Viscoschaummatratzen an, einige von ihnen sind zusätzlich mit einem Gel-Topper versehen, welche die Wirbelsäule zusätzlich entlasten und dabei ein positiveres Schlafgefühl fördern.

Im Zweifelsfall gibt es auf dem Markt auch orthopädische Matratzen, die individuell gestaltet werden können. Sie sind zwar aus einer Mischung von Kaltschaum und Viscoschaum hergestellt, doch lassen sich – je nach Hersteller – bestimmte Eigenschaften so abstimmen, dass sie den eigenen Bedürfnissen entgegenkommen.

Welche Matratze bei welcher Schlafposition?

Jeder Mensch schläft in einer von ihm bevorzugten und bequemen Position. Es gibt die Seitenschläfer, Rückenschläfer, Bauchschläfer und jene, die während der ganzen Nacht immer wieder ihre Stellung ändern. Dementsprechend benötigt die Matratze bestimmte Eigenschaften.

Hier eine Tabelle, welche die entsprechenden Voraussetzungen beinhaltet, die bei der jeweiligen Schlafposition zu beachten sind:

Schlafposition Voraussetzungen der Matratze
Seitenschläfer   fast jeder Matratzentyp ist geeignet, gleichmäßige Druckverteilung muss gewährleistet sein, Kaltschaummatratzen, Viscoschaummatratzen, Mindesthöhe von 18 Zentimetern wählen, Körper muss tief genug einsinken können, Tipp: Tellerlattenrost macht Sinn
Rückenschläfer punktelastisch sollte sie sein, bestmögliche Rückenstützung, Liegezonen beachten, Kaltschaummatratzen, Viscoschaummatratzen
Bauchschläfer bestmögliche Entlastung der Wirbelsäule, sollte im Beckenbereich etwas fester sein, sollte nicht zu hart oder zu weich sein, Punktelastizität ist wichtig, Taschenfederkern, Kaltschaummatratzen
Aktivschläfer Wahl der richtigen Matratze fällt hier am schwierigsten,  flexibel, punktelastisch und anpassungsfähig, ergonomische Zonierung, mindestens 7-Zonen-Matratzen, Entlastung von Rücken und Schulter ist wichtig ,Taschenfederkern, Kaltschaummatratze

Matratze reinigen – worauf ist zu achten?

Früher war es die Regel, dass von Zeit zu Zeit die Streu- und Strohsäcke, auf denen das gemeine Volk schlief, ausgetauscht wurden. Alternativ hierzu klopfte man die dreiteiligen Modelle einfach draußen aus, um Staub und anderen Schmutz zu entfernen. Somit war das Mindestmaß an Hygiene erfüllt und für die damalige Zeit absolut ausreichend.

Heutzutage erreicht eine Matratze zum Teil das Alter von zehn oder sogar zwanzig Jahren, da sie hochwertiger gefertigt ist und das Material länger durchhält.

Zudem ist sie mit zwei Seiten ausgestattet, so dass sie monatlich mindestens einmal gewendet werden kann. Um weiteren Schmutz zu entfernen, besitzen aktuelle Matratzen einen Vorteil: Ihr Bezug ist abnehmbar und in der Waschmaschine zu reinigen.

Der Bezug ist gemäß eingenähtem Pflegesymbol monatlich mindestens einmal zu waschen, am besten bei 90 Grad Celsius.

Auf diesem Weg verschwinden Verschmutzungen, sowie Bakterien, Schimmel, Staub, Schadstoffe, Schweiß, Hautschuppen und auch Haustaubmilben. Dies ist besonders für Allergiker wichtig und unerlässlich.

Zwar gewährleisten die heutigen Matratzen einen guten Luftaustausch, doch ist es während des Tages wichtig, die Bettdecke nicht gänzlich aufzulegen, sondern ihr die Möglichkeit einzuräumen, die über Nacht aufgenommene Feuchtigkeit in die Atmosphäre abzugeben.

Um dein Bett besser auslüften zu können, solltest du die Bettdecke untertags vom Bett herunter geben. (Bildquelle: unsplash.com / Jason Abdilla)

Eine fachgerechte und auch regelmäßige Pflege beeinflusst die Lebensdauer einer jeden Matratze und garantiert, dass der Anwender auch noch in ein paar Jahren ein gutes Schlafgefühl genießen darf.

Fazit

Neben Kissen und Decke ist die Matratze im Bett ein entscheidender Faktor, der zum Schlafgefühl beiträgt. Da es so viele unterschiedliche Materialien gibt, fällt vielen Personen die Wahl für das richtige Modell jedoch schwer.

Erleichternde Faktoren sind hierbei die Eigenschaften der Materialien, sowie der Härtegrad. Letzterer ist eher eine Richtlinie, dank dem die Härte der Matratze sehr viel leichter auszuwählen ist.

Da es Matratzen in den unterschiedlichsten Größen gibt, ist für jeden Bedarf das Richtige zu finden. Jedoch sollte bei der Nutzung von zwei Personen stets auf die individuellen Bedürfnisse eingegangen werden und im Zweifelsfall eine Matratze gewählt, die beiden zugute kommt und das Schlafgefühl nicht verschlechtert.

Sofern erforderlich, bietet der Markt auch spezielle Matratzen an, die Menschen mit Schmerzen oder Allergien entgegenkommen und dabei helfen, die Symptome zu lindern.

Mit der richtigen Pflege und einem sorgsamen Umgang kann eine Matratze das Alter von 15, oder sogar 20 Jahren erreichen. Empfohlen wird meist, nach zehn bis 15 Jahren eine neue anzuschaffen, um einer zu starken Verschleißerscheinung aus dem Weg zu gehen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.apotheken-umschau.de/Ruecken/Wie-Sie-die-richtige-Matratze-finden-154005.html

[2] https://www.merkur.de/leben/wohnen/laut-stiftung-warentest-diese-matratzen-sind-besten-auch-eine-aldi-ist-dabei-zr-9635815.html

[3] https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/die-richtige-matratze-schlafstoerungen-verstaerken-schmerzen-a-951511.html

[4] https://www.focus.de/shopping/tests/matratzen-test-testsieger-der-stiftung-warentest_id_4969472.html

[5] https://www.allnatura.de/ratgeber/matratzen-warenkunde.html