Ein romantisches Frühstück im Bett mit frisch gebrühtem Kaffee ist zwar wunderschön, aber gleichzeitig ein drohendes Unheil für die Matratze. Einmal nicht aufgepasst und schon saugt sich ein schwarzer Kaffeefleck in den weißen Stoff – Panik ist vorprogrammiert.

Oft wird dann mit allen Mitteln wild gerubbelt und geschrubbt. Häufig mit dem Ergebnis, dass der Fleck sogar noch größer wird. Doch wie reinige ich überhaupt eine Matratze?

In diesem Artikel möchten wir dir dabei helfen, deine Matratze in wenigen Schritten von Flecken aller Art oder lästigem Ungeziefer zu befreien. Dazu haben wir jede Menge Tipps und Tricks parat, mit denen du nicht nur deine Matratze, sondern auch deinen Geldbeutel bei der Reinigung schonst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Schweiß, Urin, Blut oder sogar Erbrochenes – all das kann im Laufe der Zeit auf einer Matratze landen und sollte aus Hygienegründen schnellstmöglich gereinigt werden.
  • Eine professionelle Reinigung kostet oft viel Geld, dabei gibt es jede Menge Hausmittel sowie Tipps und Tricks, um deine Matratze ohne großen Aufwand wieder sauber zu bekommen.
  • Besonders gegen Ungeziefer und Schimmelbefall in deiner Matratze solltest du schnell vorgehen, ansonsten können dir auch gesundheitliche Probleme drohen.

Warum sollte ich meine Matratze reinigen?

Mit der Zeit kann sich so einiges an Schmutz und Bakterien auf deiner Matratze ansammeln, schließlich verbringen wir etwa ein Drittel unserer Lebenszeit im Bett. Das feuchte und warme Klima dort ist leider auch der perfekte Ort für Ungeziefer wie Milben oder Bettwanzen.

Deshalb ist es wichtig, dass du deine Matratze ab und zu durchlüftest und Flecken so schnell wie möglich entfernst.

Wenn du nämlich Essensreste, Schweißflecken oder Urin nicht behandelst, sieht deine Matratze nicht nur hässlich aus, sondern sie kann auch anfangen zu stinken und im schlimmsten Fall Ungeziefer anlocken.

Eine Matratze begleitet dich für mehrere Jahre und muss im Laufe ihres Lebens viel mitmachen. Deshalb solltest du unbedingt auf genügend Hygiene achten. (Bildquelle: unsplash.com / Neha Deshmukh)

Aber auch harmlose Hausstaubmilben können gerade für Allergiker zum  Problem werden. Denn bei der Hygiene im Bett wird die Matratze oft außen vor gelassen. Meist werden nur Kopfkissenbezug, Bettwäsche und Spannbetttuch regelmäßig gereinigt.

Menschen, die auf den Kot von Hausstaubmilben allergisch reagieren, haben beim Schlafen auf einer belasteten Matratze oft Atemnot, eine triefende Nase oder dauerhaften Niesreiz.

Nicht zuletzt kann deine Matratze bei fehlender Reinigung auch anfangen, zu schimmeln. Das passiert, wenn du Flecken durch Essensreste nicht rechtzeitig beseitigst oder, wenn die Matratze nicht ausreichend belüftet wird.

Spätestens dann hat die fehlende Hygiene auch Auswirkungen auf deine Gesundheit. Denn starker Schimmel kann zum Beispiel Allergien auslösen oder zu Atemwegsbeschwerden und Husten führen.

Die Gründe für das Reinigen einer Matratze sind also vielfältig. Im Endeffekt sorgt eine regelmäßige Matratzenpflege aber dafür, dass du dich in deinem Bett wohlfühlst und du dir keine Gedanken um mögliche Bakterien oder Erkrankungen durch Schimmel machen musst. Und besser aussehen tut eine schneeweiße Matratze sowieso!

Hintergründe: Was du zum Thema Matratze reinigen wissen solltest

Heutzutage wird eine Matratze mit gutem Schlafkomfort etwa 10 bis 20 Jahre lang benutzt. Weil sie groß, schwer und unhandlich ist, bleibt die eigene Matratze während dieser Zeit fast ununterbrochen an Ort und Stelle, ist dauerhaft zugedeckt und wird kaum belüftet.

Deshalb ist es wichtig, seine Matratze ab und an zu reinigen. Doch wie stellt man das am besten an?

Weil eine Matratze sehr unhandlich ist, lässt sie sich nicht einfach in einer normalen Waschmaschine waschen. Stattdessen sind professionelle Geräte, Reiniger oder altbewährte Hausmittel gefragt.

Wie kann ich meine Matratze reinigen?

Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, deine Matratze zu reinigen. Du kannst sie entweder professionell von einer Reinigungsfirma säubern lassen oder du kannst sie selbst reinigen.

Eine Reinigungsfirma bietet dir den Vorteil, dass ein Experte die komplette Arbeit übernimmt, denn eine Matratzenreinigung läuft meist in Form eines Hausbesuches ab. Der Experte weiß, wie sich Flecken am besten entfernen lassen und bringt professionelle Geräte für die Reinigung mit.

Eine professionelle Reinigung der Matratze lohnt sich vor allem für Allergiker, die stark unter dem Kot der Hausstaubmilbe leiden. Denn die Geräte der Firmen sind speziell darauf ausgerichtet, solche Überreste mit so wenig Rückständen wie möglich zu entfernen.

Natürlich kannst du auch ohne fremde Hilfe deine Matratze zu Hause reinigen. Dafür gibt es verschiedene Hausmittel und Reiniger, die dir dabei helfen, Flecken, Gestank und Ungeziefer zu vertreiben. Gerade bei kleinen Verschmutzungen ist diese Variante wesentlich kostengünstiger.

Deine Matratze in einer normalen Waschmaschine zu reinigen ist nicht möglich. Erstens wäre sie viel zu sperrig und zweitens wäre eine Matratze im vollgesaugten Zustand viel zu schwer für die Waschmaschine und würde sich in der Trommel nicht mehr drehen lassen. Ausnahmen sind hierbei nur Matratzen für Babys und Kleinkinder.

Wie viel kostet es, seine Matratze professionell reinigen zu lassen?

Eine professionelle Matratzenreinigung kostet bei einer normalen Breite etwa 30 bis 70 € und dauert zwischen 30 und 45 Minuten. Die Preise werden entweder pro Quadratmeter oder für eine bestimmte Breite und Länge der Matratze festgelegt.

Größe (durchschnittlicher) Preis
80 x 200 cm 30 Euro
100 x 200 cm 40 Euro
120 x 200 cm 45 Euro
140 x 200 cm 50 Euro
200 x 200 cm 75 Euro

Zu beachten gilt hierbei, dass die meisten Unternehmen neben den Kosten für die Reinigung noch eine Anfahrtspauschale berechnen. Diese kann je nach Unternehmen variieren und ist natürlich vor allem von der Entfernung vom Firmensitz zu dir abhängig.

Informiere dich deshalb vorher genau über die Kosten für eine Anfahrt und wähle ein Unternehmen, das sich in deiner Nähe befindet.

Wie viel kostet es, seine Matratze selbst zu reinigen?

Die Reinigung zu Hause fällt deutlich günstiger aus, als die Reinigung durch eine Firma. Oft lassen sich harmlose Flecken mit einfachen Hausmitteln wie Backpulver, Zitronensäure oder Waschmittel entfernen.

Für eine aufwändigere Reinigung musst du dir vielleicht einen speziellen Teppichschaum oder einen Textilreiniger besorgen. Die Preise für diese Produkte bewegen sich aber lediglich zwischen 2 € und 8 €.

Wer besonderen Wert auf Hygiene legt, kann die Matratze auch mit einem Dampfreiniger, beziehungsweise einem Dampfsauger behandeln.

Dieser kann zwischen 50 € und 250 € kosten, lässt sich aber mehrfach verwenden und auch auf anderen Oberflächen im Haus einsetzen.

Dampfreiniger Test 2019: Die besten Dampfreiniger im Vergleich

Welche Gründe gibt es, um die Matratze zu reinigen?

Mit der Zeit kommt der ein oder andere Fleck auf deine Matratze. Die Oberfläche kannst du zwar mit einem Spannbettlaken oder einem Matratzenschoner schützen, allerdings saugen sich manche Flüssigkeiten tief in deine Matratze ein und bilden hässliche Flecken.

Das ist nicht nur eklig anzusehen, sondern auch unhygienisch. Im folgenden Abschnitt haben wir für dich zusammengefasst, in welchen Fällen eine Matratzenreinigung unbedingt notwendig ist.

Flecken durch Schweiß, Blut, Urin und Co.

Körperflüssigkeiten landen besonders häufig auf einer Matratze. Das kann verschiedene Gründe haben, die von einer überhöhten Schweißproduktion über Bettnässen, bis hin zu Liebesabenteuern im Bett reichen.

Darüber wird zwar nicht gerne gesprochen, trotzdem ist es wichtig, Flüssigkeiten wie Schweiß, Blut, Urin, Kot oder Sperma aus der Matratze zu entfernen.

Auch unsere Freunde auf vier Pfoten hinterlassen manchmal ihre Spuren in im Bett. Deshalb haben Besitzer nicht selten mit Katzenurin oder Hundeurin zu kämpfen. (Bildquelle: pixabay.com / StockSnap)

Wenn du diese Flecken nicht rechtzeitig reinigst, fängt deine Matratze an, unangenehm zu riechen. Und je schneller du einschreitest, desto besser kannst du dauerhafte Flecken oder miefigen Geruch vermeiden.

Gestank

Eine stinkende Matratze kann verschiedene Ursachen haben. Vielleicht befindet sich auf der Matratze ein Schweißfleck, der durch fehlendes Lüften nicht richtig trocknen kann.

Das wäre nicht verwunderlich, da wir pro Nacht mindestens einen halben Liter Schweiß in unserem Bett verlieren. Ohne Luftzufuhr bilden sich dadurch schnell unangenehme Gerüche.

Andere Gründe für Gestank könnten ein Schimmelbefall, Bakterien oder Milben sein. In diesen Fällen empfiehlt sich eine äußerst gründliche Reinigung, um alle Überreste zu beseitigen.

Schimmel

Schimmel bildet sich generell in einer dauerhaft feucht-warmen Umgebung. Diese Beschreibung trifft leider ziemlich gut auf unser geliebtes Bett zu, da die Oberflächen der Stoffe durch unseren Schweiß meist leicht feucht sind.

Einen Schimmelbefall an deiner Matratze erkennst du neben dem typisch muffigen Geruch an gelb-bräunlichen, grün-bräunlichen oder schwarzen Verfärbungen.

Sie entstehen durch sogenannte Schimmelpilzsporen, die sich über die Luft verteilen und an feuchten Oberflächen haften bleiben. Wenn sie den richtigen Nährboden gefunden haben, fangen sie sehr schnell an, zu wachsen.

Eine überhöhte Konzentration an Schimmel auf deiner Matratze kann nicht nur zu Schäden am Stoff führen, sondern auch gesundheitliche Probleme mit sich bringen.

Die häufigsten Folgen sind Hustenreiz, Übelkeit, Atemwegsbeschwerden, Asthma oder allergische Reaktionen. Das Risiko dafür erhöht sich, wenn du bereits vorher schon unter Heuschnupfen, Neurodermitis oder anderen Allergien leidest.

Ungeziefer

In deiner Matratze können sich durchaus auch Ungeziefer verbergen. Normalerweise befinden sich in deinem Bett zum Beispiel jede Menge Hausstaubmilben. Die sind grundsätzlich ungefährlich, können aber für Allergiker zu einem großen Problem werden.

Denn der Kot von Hausstaubmilben führt bei einer Hausstauballergie zu geröteten Augen, einer triefenden Nase, bis hin zu Niesattacken und Atemwegsbeschwerden. Diese Ausscheidungen sammeln sich leider über die Zeit in fast jeder Matratze an und lassen sich nicht so einfach beseitigen.

Abgesehen vom Befall durch Milben kann es passieren, dass sich auch Bettwanzen in deiner Matratze einnisten. Das passiert normalerweise nur, wenn sie von Draußen eingeschleppt wurden.

In der Folge hinterlassen sie kleine Stiche auf deiner Haut, die später einen starken Juckreiz verursachen. Bleibt der Befall unentdeckt, können sich Bettwanzen auch auf Kleidung und andere Räume der Wohnung ausbreiten.

Krankheiten

Bei manchen Krankheiten ist eine intensive Reinigung der Matratze besonders nötig. Dazu zählt zum Beispiel Krätze.

Bei dieser Hautkrankheit wird der Körper von Milben befallen, die anfänglich für Juckreiz sorgen und später Pusteln aller Art auf der Haut entstehen lassen.

Nach dieser Erkrankung sollte die Matratze unbedingt gründlich gereinigt werden. Denn die Krätzemilben könnten ansonsten wieder an der Haut haften bleiben und dich sowie andere Menschen krank machen.

Die Infektion durch Krätze läuft meist über engen Hautkontakt mit einem bereits Erkrankten ab. Aber auch das Schlafen im selben Bett bietet ein hohes Infektionsrisiko.

Wie kann ich meine Matratze von Flecken, Gestank und Ungeziefer befreien?

Im nächsten Abschnitt erklären wir dir, wie du deine Matratze hygienisch reinigen, entlüften und desinfizieren kannst.

Die meisten Probleme lassen sich sogar mit einfachen Hausmitteln oder kleinen Tricks beseitigen.

Flecken durch Körperflüssigkeiten reinigen

Je schneller du handelst, desto weniger Schaden richtest du an. Dieser Grundsatz gilt bei so ziemlich allen Flecken durch Körperflüssigkeiten. Wenn der Fleck noch feucht ist, kannst du die Flüssigkeiten zunächst mit einem saugfähigen Tuch aufsaugen. Auf keinen Fall verreiben – ansonsten könntest du den Fleck ins Gewebe einarbeiten!

Anschließend helfen dir Hausmittel dabei, die letzten Überreste zu entfernen. Einfaches Spülmittel, Duschgel oder Waschmittel reichen meist völlig aus. Mische diese mit etwas Wasser und tupfe die Lösung solange auf den Fleck, bis er verschwunden ist.

Flüssigwaschmittel Test 2019: Die besten Flüssigwaschmittel im Vergleich

Sperma und Blut bestehen beide aus Eiweiß, welches ab einer Temperatur von 40 Grad gerinnt und sich dann nur noch sehr schlecht entfernen lässt. Deswegen solltest du Blut und Sperma immer mit kaltem Wasser reinigen.

Wir haben für dich noch mal eine Tabelle erstellt, die dir die besten Reinigungsmethoden für bestimmte Arten von Flecken zeigt.

Fleck Reinigung
Urin Frischen Urin mit saugfähigen Küchentüchern schnellstmöglich abtupfen. Zitronensaft und Essig mit einem Tuch in die betroffene Stelle reiben und einwirken lassen. Danach gut durchlüften und mit Waschmittel nachbehandeln.
Blut Frisches Blut mit Küchentuch abtupfen. Fleck mit kaltem Wasser und Feinwaschmittel bearbeiten. Alternativ den Fleck mit kaltem Wasser aufweichen und Backpulver circa 30 Minuten einwirken lassen.
Schweiß Flecken mit einer Mischung aus Zitronensäure und Essig besprühen. Circa 10 Minuten einwirken lassen. Danach die Stelle mit etwas Wasser reinigen.
Kot Größere Rückstände mit Küchentuch/Handschuh entfernen und am besten ins Klo werfen. Kotflecken mit einer Mischung aus Wasser und Essig besprühen und später vorsichtig abtupfen. Alternativ: Waschmittel und Wasser einwirken lassen.
Sperma So viel Feuchtigkeit wie möglich mit Küchentuch abtupfen. Fleck mit kaltem Wasser und Waschmittel reinigen.
Kaffee Zitronensäure für etwa 20 Minuten einwirken lassen. Anschließend mit lauwarmem Wasser und einem Lappen reinigen.
Cola Zitronensäure für etwa 20 Minuten einwirken lassen. Anschließend mit lauwarmem Wasser und einem Lappen reinigen.

Gestank loswerden

Wenn der Gestank nicht von Schimmel oder alten Flecken kommt, reicht normalerweise ein gründliches Auslüften. Dazu kannst du die Matratze ein paar Tage auf dem Balkon oder der Terrasse lassen.

Wenn du keine regengeschützte Außenfläche hast, kannst du die Matratze alternativ senkrecht in einem gut belüfteten Raum aufstellen.

Schimmel beseitigen

Für die Schimmelbeseitigung gibt es spezielle Schimmelsprays zu kaufen. Nach dem Einsprühen musst du diese einwirken lassen und die Matratze in die Sonne stellen, da das UV-Licht dabei hilft, den Schimmel zu abzutöten.

Eine gute Alternative zu chemischen Sprays ist zum Beispiel Zitronensäure. Diese kannst du ebenfalls mit einer Sprühflasche auf die betroffene Stelle sprühen und anschließend etwas Backpulver oder Salz hinzufügen. Auch bei dieser Behandlung sollte die Matratze in die Sonne.

Nach beiden Behandlungsmethoden kannst du die besprühte Stelle mit einem Lappen sanft reinigen.

Ungeziefer vertreiben

Milben lassen sich durch Milbensprays oder im Handel erhältliche Milbensauger zu einem Großteil entfernen. Allergiker sind aber mit einer professionellen Matratzenreinigung am besten beraten.

Ansonsten sind die Milben recht unbedenklich und lassen sich recht gut in Zaum halten, wenn man Bettwäsche und Spannbettlaken regelmäßig wäscht.

Anders sieht es wiederum bei Bettwanzen aus. Wenn sie deine Matratze einmal befallen haben, wird es schwierig, sie und ihre nervigen Bisse wieder loszuwerden. Folgende Dinge solltest du unbedingt befolgen:

  • Alle Stoffe und Kleidungsstücke, die Wanzen enthalten könnten, bei 40 bis 60 Grad Celsius in der Waschmaschine waschen.
  • Empfindliche Stoffe und Gegenstände entweder einfrieren oder für einige Zeit in Plastiksäcken lagern.
  • Das Bettgestell und die Matratze vollständig absaugen, am besten mit einem Dampfreiniger.
  • Den kompletten Raum nach Wanzen und Wanzenkot absuchen. Im Zweifel die Matratze mit einem Matratzenüberzug ausstatten.

Richtige Reinigung bei Krankheiten

Die richtige Reinigung bei Krankheiten wie Krätze ist nicht ganz einfach. Frage dazu im Zweifelsfall unbedingt deinen Arzt!

Das Robert Koch Institut empfiehlt, Matratzen vor und nach einer solchen Behandlung thermisch bei 50 Grad heißem Wasser zu desinfizieren oder sie für mindestens sieben Tage bei einer Temperatur von etwa 21 Grad geschützt zu lagern.

Wie kann ich beim Matratze reinigen vorgehen: Die 6 besten Reinigungsmethoden

Um deine Matratze zu reinigen kannst du auf viele verschiedene Hausmittel zurückgreifen. Diese eignen sich besonders gut zum Entfernen von Flecken durch Essensreste, Körperflüssigkeiten oder Ähnlichem.

Im Anschluss haben wir dir sechs Methoden zusammengestellt, die beim Reinigen einer Matratze die besten Ergebnisse erzielen.

Waschpulver und Wasser einwirken lassen

Der Klassiker. Waschmittel und Wasser hat so gut wie jeder zu Hause.
Damit lassen sich auch hervorragend Flecken auf der Matratze reinigen, ähnlich wie bei Klamotten.

Für einen faustgroßen Fleck füllst du etwa einen Teelöffel Waschpulver oder eine haselnussgroße Menge Waschmittel in einen Behälter. Anschließend gibst du ein wenig Wasser hinzu – je härter der Fleck bereits ist, desto weniger Wasser solltest du verwenden.

Waschmittel Test 2019: Die besten Waschmittel im Vergleich

Im nächsten Schritt tauchst du einen Schwamm oder einen Lappen in die Flüssigkeit. Diesen tupfst du anschließend auf das Polster und schrubbst leicht über den Stoff.

Außerdem kann Waschmittel oder Waschpulver auch gegen strengen Geruch helfen, wenn die Matratze zum Beispiel in einem Raucherhaushalt genutzt wurde. Dazu kannst du die komplette Matratze mit dem Gemisch aus Waschpulver und Wasser leicht einreiben.

Zum Schluss solltest du die gereinigte Stelle immer mit etwas klarem Wasser bearbeiten, damit keine Flecken vom Waschpulver zurückbleiben. Des Weiteren musst du die Matratze danach unbedingt gut trocknen lassen, um Schimmelbildung zu vermeiden. Am besten stellst du sie dazu in die Sonne.

Flecken mit Zitronensäure beträufeln

Ein weiteres Hausmittel zum Reinigen einer Matratze ist Zitronensaft, beziehungsweise Zitronensäure.

Diese eignet sich besonders gut für Flecken, die durch Essensreste oder Getränke entstanden sind, also zum Beispiel durch Cola, Ketchup, Kaffee oder Tee.

Essen im Bett klingt erstmal super – ist aber in der Realität oft mit hartnäckigen Flecken verbunden. (Bildquelle: pixabay.com / Pexels)

Beim Reinigen beträufelst du die betroffene Stelle mit 3 bis 4 Tropfen Zitronensäure. Je nachdem, wie stark der Fleck ist kannst du die Zitronensäure bis zu 20 Minuten lang einwirken lassen und anschließend mit lauwarmem Wasser reinigen. Danach die Matratze gut auslüften!

Beachte: Bei eiweißhaltigen Flecken durch Sperma, Blut oder Kot solltest du keine Zitronensäure und nur kaltes Wasser verwenden – ansonsten gerinnt das Eiweiß und der Fleck lässt sich noch schwieriger entfernen.

Matratze mit Dampfreiniger behandeln

Eine weitere Methode, um eine Matratze zu reinigen, ist der Einsatz von einem Dampfreiniger. Das ist ein Haushaltsgerät, bei dem mithilfe von heißem Wasserdampf aus einer Drüse verschmutzte Oberflächen und Stoffe gesäubert werden können. Ein Dampfreiniger eignet sich auch für eine Matratze.

Außerdem gilt das Gerät als umweltfreundliche Alternative zu chemischen Reinigungsmitteln und eignet sich hervorragend für Hausstaub-Allergiker.

Denn der Wasserdampf bindet den Staub, anstatt ihn aufzuwirbeln und soll bei der Bekämpfung von Milben helfen.

Aber auch im Kampf gegen hartnäckige und verkrustete Flecken auf der Oberfläche ist ein Dampfreiniger das perfekt Mittel. Im Anschluss an die Behandlung solltest du die Stelle mit schonenden Mitteln reinigen.

Achte beim Kauf eines Dampfreinigers unbedingt auf gute Qualität. Das Gerät sollte ein TÜV, LGA oder GS Siegel haben, da der Wasserdruck und die hohen Temperaturen nicht ungefährlich sind.

Handdampfreiniger Test 2019: Die besten Handdampfreiniger im Vergleich

Teppichschaum einwirken lassen

Der altbekannte Teppichschaum oder Polsterschaum hilft auch gegen Flecken auf der Matratze. Die Anwendung ist dabei recht ähnlich, wie auf anderen Stoffen:

  1. Losen Schmutz und Staub vorher mit einem Staubsauger entfernen.
  2. Die Dose Teppichschaum gut schütteln und aus etwa 50 cm Entfernung auf den Fleck sprühen.
  3. Teppichschaum mit einem leicht feuchten Tuch oder Schrubber auf den Fleck einarbeiten. (Manchmal ohne diesen Schritt: Gebrauchsanweisung lesen!)
  4. Den Schaum solange einwirken lassen, bis der Stoff trocken ist. Das sind meist etwa zwei Stunden.
  5. Den trockenen Schaum mit einem Staubsauger gründlich absaugen.

Im Anschluss an die Reinigung solltest du deine Matratze noch gründlich durchlüften lassen, etwa bei offenem Fenster oder auf dem Balkon. Dadurch verfliegt der intensive Teppichschaum-Geruch.

Matratze mit Backpulver reinigen

Das ultimative Hausmittel zum Entfernen von eingetrockneten Flecken auf einer Matratze ist Backpulver. Besonders ein eingetrockneter Blut- oder Kaffeefleck lassen sich damit hervorragend säubern, denn Backpulver hat eine bleichende Wirkung.

Dazu reibst du den Fleck zuerst mit kaltem Wasser ein. Anschließend bestreust du den Fleck mit Backpulver, sodass er gut bedeckt ist. Massiere das Backpulver nun mit einer weichen Bürste in den Stoff ein und lasse das Backpulver daraufhin etwa 30 Minuten einwirken.

Nun solltest du den Fleck mit einem feuchten Spülschwamm einfach aus der Matratze heraussaugen können. Zu guter Letzt musst du die Matratze noch für 3 bis 4 Stunden gut auslüften lassen.

Im Video wird dir anschaulich erklärt, wie du Backpulver zum Reinigen der Matratze einsetzen kannst:

Lästigen Geruch mit Natron entfernen

Das Hausmittel Natron ist ein super Geruchskiller für miefende Matratzen. Denn Natron wirkt bei der Reinigung desinfizierend, kann Flecken lösen und neutralisiert strenge Gerüche.

Die Anwendung ist super einfach: Für einen frischeren Matratzengeruch streust du das Natronpulver gleichmäßig trocken auf die gesamte Matratze. Je nach Größe können dabei bis zu 500 Gramm verwendet werden.

Wenn du zusätzlich noch Flecken entfernen möchtest, solltest du das Pulver mit einer leicht feuchten, weichen Bürste in die Matratze einarbeiten.

Beim Einwirken solltest du dir aber viel Zeit nehmen. Ein gutes Ergebnis erzielst du erst nach etwa zwölf Stunden. Auch längeres Einwirken schadet nicht. Wenn du deine Matratze beim Einwirken in die Sonne legst, wirkt das Natronpulver sogar noch schneller.

Bevor du das Pulver im letzten Schritt absaugst, musst du unbedingt darauf warten, dass die Matratze komplett trocken ist. Denn auch ohne die Behandlung mit Wasser entsteht bei der Reaktion des Natrons Feuchtigkeit.

Trivia: Was du sonst noch über das Thema Matratze reinigen wissen solltest

Das Thema Matratze reinigen ist eigentlich nicht kompliziert, aber durchaus umfangreich. Daher gibt es dann doch noch einige wichtige Fragen rund um die Matratzenhygiene zu klären.

Wie oft sollte ich meine Matratze reinigen?

Die gute Nachricht: Wenn keine Flecken, Schimmel oder Ungeziefer auf der Matratze sind, muss sie so gut wie gar nicht gereinigt werden. Es genügt Bettwäsche und Matratzenbezug regelmäßig bei etwa 60 Grad zu waschen.

Dafür kannst du deine Matratze vorbeugend pflegen, damit Schimmel erst gar nicht entstehen kann. Du solltest deine Matratze etwa alle drei Monate wenden, sodass sie gleichmäßig belüftet wird. Ein netter Nebeneffekt: Dadurch wird auch die Abnutzung gleichmäßiger und du kannst die Matratze länger verwenden.

Es ist außerdem empfehlenswert, die Matratze etwa einmal pro Jahr gründlich durchlüften zu lassen. Das lässt sich super zur Frühlingsputz Tradition integrieren.

Wie sollte ich eine Matratze für Babys und Kleinkinder reinigen?

Eine Matratze für Babys und Kleinkinder lässt sich genau so reinigen, wie eine Matratze für Erwachsene. Für die regelmäßige Hygiene genügt es, die Oberfläche regelmäßig abzusaugen und sie Matratze von Zeit zu Zeit etwas durchlüften zu lassen.

Viele Eltern möchten bei der Reinigung der Matratze für ihren Nachwuchs keine chemischen Mittel wie Polsterschaum oder Teppichschaum benutzen.

Bei guter Reinigung und Entlüftung stellen diese Mittel aber keine gesundheitliche Gefahr dar.

Babybett Matratze Test 2019: Die besten Matratzen im Vergleich

Wann sollte ich die Matratze entsorgen?

Wenn du merkst, dass sich Flecken, strenge Gerüche oder Ungeziefer trotz einer gründlichen Reinigung nicht mehr entfernen lassen, solltest du darüber nachdenken, deine Matratze zu entsorgen.

Preiswerte Matratzen halten sowieso nur etwa fünf bis acht Jahren, teure Matratzen etwa vierzehn Jahre. Denn nach einiger Zeit entstehen Liegekuhlen oder Vertiefungen, die beim Schlafen sehr unbequem sein können.

Fazit

Wie dir nun sicher klar geworden ist, lässt sich eine Matratze trotz ihrer Größe einfach und hygienisch reinigen. Es gilt das Motto: So schnell wie möglich handeln! Dann steht dir und einer blitzblanken Matratze nichts mehr im Wege.

Auch vorbeugend kannst du einiges tun, um deine Matratze vor Schimmelpilzen oder Ungeziefern zu bewahren. Regelmäßiges Wenden und Durchlüften ist hierbei das A und O.

Aber auf ein romantisches Frühstück im Bett mit Kaffee, Marmelade und Brötchen musst du deswegen auf keinen Fall verzichten – wenn doch was daneben geht, gibt es schließlich jede Menge Tipps- und Tricks, die du anwenden kannst.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://praxistipps.chip.de/matratze-selber-reinigen-so-kriegen-sie-alle-flecken-raus_103182

[2] https://www.otto.de/roombeez/matratze-reinigen-leicht-gemacht/19295/

[3] https://www.welt.de/wissenschaft/article1244245/Feindliche-Invasion-in-meinem-Bett.html

[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Matratzenhygiene#Schadstoffe

[5] https://www.belama.de/matratze-schimmelt/

[6] https://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/sendung/2009/welt-in-zahlen-schwitzen-100.html

[7] https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/wie-krank-macht-schimmel-mit-den-pilzen-wuchtert-die-angst-1.1968870

[8] https://praxistipps.focus.de/schimmel-auf-der-matratze-das-koennen-sie-tun_96430

[9] https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Skabies.html

[10] https://www.t-online.de/heim-garten/haushaltstipps/id_50718448/matratze-richtig-reinigen-und-pflegen-tipps-und-tricks.html

Bildquelle: unsplash.com / Ty Carlson

Bewerte diesen Artikel


42 Bewertung(en), Durchschnitt: 4,50 von 5
Redaktion

Veröffentlicht von Redaktion

Die Redaktion von SCHLAFBOOK.de recherchiert und schreibt informative, verständlich aufbereitete Ratgebertexte zu den verschiedensten Themen- und Aufgabengebieten.