Laut einiger Quellen verbringen wir bis zu 24 Jahre unseres Lebens im Bett. Dementsprechend ist die Wahl der richtigen Matratze essentiell für unser Wohlbefinden. Die Wahl des passenden Modells hängt, neben Größe und Material, stets mit dem Härtegrad zusammen.

Allerdings verliert man in der heutigen Zeit häufig die Übersicht, weil es den Eindruck macht, dass jeder Hersteller eine andere Bezeichnung für den Härtegrad der Matratze einsetzt. So viel ist klar: Eine Norm gibt es leider nicht. Dass hier eine gewisse Unsicherheit entsteht, ist absolut verständlich. Du wärst nicht der Erste, der die Suche nach der richtigen Matratze aufgrund von Verwirrung aufgibt.

Daher möchten wir in dem nachfolgenden Bericht erläutern, welche Richtlinien es gibt, woran du dich halten kannst und Lösungsansätze bieten, damit du den richtigen Härtegrad der Matratze für deine Bedürfnisse findest. Denn wenn du erst einmal weißt, was dahinter steckt, ist vieles sehr viel unkomplizierter.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Markt bietet Matratzen mit einem Härtegrad zwischen H1 und H5 an. Die Abstufungen reichen dabei von “weich” bis “ultra fest”. Alternativ werden auch Bezeichnungen zwischen F1 und F5 verwendet.
  • Je nach Material der Matratze können sich zwei identische Härtegrade unterschiedlich anfühlen.
  • Ein verstellbarer Lattenrost kann das Liegegefühl ungemein beeinflussen.

Was ist der Härtegrad einer Matratze?

Während der Mensch schläft, nimmt er in der Regel eine bestimmte Position ein. Je nach Unterlage kann es dazu kommen, dass er sich “verliegt”. Das bedeutet, dass er möglicherweise am anderen Morgen aufsteht und über Rückenschmerzen klagt.

Damit du dich richtig wohl fühlst auf deiner Matratze spielt vor allem der optimale Härtegrad eine wichtige Rolle. Dieser ist immer von den individuellen Bedürfnissen abhängig. (Bildquelle: pixabay.com / Free-Photos)

Um dies und andere unschöne Erscheinungen zu vermeiden, werden Matratzen, neben einer ergonomischen Aufteilung, zusätzlich mit einem Härtegrad ausgestattet. Dieser gewährleistet, dass die Wirbelsäule während des Schlafs optimal gestützt und somit entlastet wird.

Die Wahl des richtigen Härtegrades hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Mit dazu gehören die Größe, die Schlafgewohnheiten und natürlich welches Liegegefühl man bevorzugt. Die einen liegen lieber etwas fester, die anderen fühlen sich wohler auf einer weicheren Matratze. Bei der Wahl des richtigen Härtegrades spielt jedoch noch etwas anderes eine bedeutende Rolle: Das eigene Gewicht.

Ein wichtiger Faktor für die Bestimmung des Härtegrades ist auch die sogenannte Stauchhärte. Sie ist ausschlaggebend für die Dichte und Festigkeit der Matratze. Je höher sie ist, desto fester ist das Material als auch die Beschaffenheit. Mit dazu kommt der Aufbau der Matratze. Dieser ist je nach Ausgangsmaterial ebenfalls ein Element, welches Einfluss auf den Härtegrad hat.

Gibt es Besonderheiten bei den Härtegraden?

Matratzen werden in der heutigen Zeit aus unterschiedlichen Materialien hergestellt. Besonders beliebt sind Modelle aus Latex und Naturlatex, Visco-Matratzen und Federkernmatratzen. Allerdings kann es vorkommen, dass zwei Matratzen unterschiedlichen Materials und identischem Härtegrad sich völlig unterschiedlich anfühlen, was die Liegequalität angeht.

Ferner gibt es Modelle auf dem Markt, die auf spezielle Bedürfnisse ausgerichtet sind. Klagt jemand beispielsweise oft über Rückenschmerzen, gibt es für sie die perfekte Matratze mit dem passenden Härtegrad. Ebenso findet man Varianten, bei denen die Auflage eines Toppers einkalkuliert werden muss.

In diesem Fall muss der Härtegrad anders ausfallen als bei der alleinigen Verwendung der Matratze. Und zuletzt gibt es auch noch die beliebten Boxspringbetten, deren Konstruktion die Auswahl des richtigen Härtegrades ebenfalls beeinflusst.

Matratzen

  • Härtegrad bei Federkernmatratzen: Dieser hängt sowohl von der Drahtstärke als auch den Windungen der Federn ab. Härtegrad 1 (H1) verwendet eine Drahtstärke von 2 Millimetern, bei Härtegrad 2 (H2) sind es bereits 2,2 Millimeter. Sie sind punktelastischer als andere Modelle, dank einer höheren Rückstellkraft. Auch die Zahl der Federn spielt für das Liegegefühl eine Rolle.
  • Härtegrad bei Visco-Matratzen: Je höher das Raumgewicht, desto besser die Körperanpassung. Der Kern fängt den Körper auf und soll somit für eine optimale Unterstützung sorgen. Ein Tipp: Diese Modelle kauft man lieber zu hart als zu weich, da sie andernfalls mit der Zeit einen Hängematten-Effekt bei der Wirbelsäule verursachen können. Schulter und Becken sollten nicht zu tief einsinken.
  • Härtegrad bei Latex- und Naturlatexmatratzen: Hierbei am besten auf die jeweiligen Schichten achten. Je nach Dichte und Verarbeitung sind sie für das Schlafgefühl entscheidend. Materialien wie Kokos-Kautschuk und Rosshaar als Faktor für die Punktelastizität sind essentiell beim Liegegefühl.

Sonstiges

  • Härtegrad bei Rückenschmerzen: Der Härtegrad alleine spielt bei der Wahl der richtigen Matratze gegen Rückenschmerzen nur eine Rolle. Entscheidend ist auch das verwendete Material. Es sollte vor allem eine gute Punktelastizität bieten. Matratzen die eine Schicht aus Naturmaterialien enthalten, können diesen Faktor bedeutend unterstützen.
  • Härtegrad mit Topper: Ein Topper erhöht sowohl Komfort und Druckentlastung, macht die Matratze aber keinesfalls härter. Der in ihm verwendete Schaum sorgt eher dafür, dass eine zu harte Matratze die nötige Punktelastizität erhält und Rückenschmerzen sich etwas besser vorbeugen lassen.
  • Härtegrad beim Boxspringbett: Hier wird der richtige Härtegrad mittels Matratzenfederung ermittelt. Bei einem höheren Härtegrad sind mehr Federn integriert, oder eine höhere Drahtstärke vertreten. Um den korrekten Härtegrad für seine Bedürfnisse zu finden, ist stets die Auflage eines Toppers und dessen Härtegrad, beziehungsweise Eigenschaften einzukalkulieren.

Was hat der Lattenrost mit dem Härtegrad der Matratze zu tun?

Neben dem Härtegrad spielt für den Liegekomfort besonders der Lattenrost eine große Rolle. Der Markt bietet in diesem Bereich unterschiedlichste Ausführungen an. Vom einfachen Rollrost, bis hin zum elektrisch verstellbaren, orthopädischen Lattenrost. Um ein perfektes Liegegefühl zu gewährleisten, ist es empfehlenswert, wenn es mit ein paar einstellbaren Elementen ausgestattet ist.

Verstellbare Lattenroste verfügen in der Regel über mehrere Ergonomie-Bereiche. Diese sind teilweise verstärkt und tragen die Hauptlast. Daher befinden sie sich häufig in der Mitte des Rostes. Sie verhindern das tiefere Einsinken des Körpers und dass die Wirbelsäule während des Schlafs einknickt.

Die Einstellung erfolgt über ein paar Schieber. Übrigens: Anhand von diesen ist es auch möglich, die eigenen Schlafgewohnheiten einzustellen. Es gibt Positionen, die für Seitenschläfer geeignet sind, gleiches gilt für Bauchschläfer oder jene, die überwiegend nur auf einer Seite des Bettes liegen, statt stets in der Mitte.

Eine Alternative zum gewöhnlichen Lattenrost sind Modelle mit Teller-Modulen. Der sogenannte Tellerlattenrost verfügt über Tellerelemente, die so gefedert sind, dass sie sich in jede Richtung bewegen lassen. Dem liegenden Körper passen sie sich daher noch etwas besser an.

Die Module sind im Idealfall sogar einzeln verstellbar und bieten eine perfekte Voraussetzung für individuelle Bedürfnisse. Ein Manko gibt es jedoch: Sie sollten ausschließlich unter geschäumten Matratzen verwendet werden. Im Bereich der Taschenfederkernmatratzen gibt es nur ganz wenige Modelle, die für den Gebrauch auf einem Teller-Lattenrost geeignet sind.

Ob man sich für ein starres Modell entscheidet, oder aber für eine Variante mit höhenverstellbaren Kopf- und Fußteil, bleibt dem persönlichen Geschmack überlassen. Fakt ist jedoch, dass sich mittels des Lattenrostes die Schlafqualität ebenfalls beeinflussen lässt.

Welcher Matratzen-Härtegrad ist gesund?

Bei der Wahl des richtigen Härtegrades steht die Erhaltung der eigenen Gesundheit selbstverständlich im Vordergrund. Eine Standard-Matratze mit Härtegrad 2 ist jedoch nicht zwingend für Kinder geeignet oder den Gebrauch von zwei Personen.

Wie soll man hier also die korrekte Wahl treffen? Wir haben nachfolgend einmal ein paar Tipps zusammengefasst, womit eine bessere Orientierung möglich ist.

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Welchen Härtegrad der Matratze für Erwachsene?

Im Erwachsenenalter beginnt dann die Suche nach einer passenden Matratze inklusive Härtegrad. Der bedeutendste Faktor hierbei ist das eigene Körpergewicht. Die Hersteller stellen hierzu unterschiedliche Einstufungen zur Verfügung, die sich ab einem Körpergewicht von 60 Kilogramm aufwärts bewegen. Eine etwas weiter unten zu findende Tabelle vermittelt einen guten Eindruck davon, welcher Härtegrad zu welchem Gewicht passt.

Allerdings spielt es hierbei auch eine Rolle, ob man lieber etwas weicher oder härter liegt. Wer es lieber etwas fester hat, darf ruhig einen Härtegrad hochrutschen. Für diejenigen, die gerne etwas weicher liegen, sollte es trotzdem bei einer angemessenen Einstufung bleiben. Im Zweifelsfall lässt sich hier jederzeit mittels eines Toppers Abhilfe schaffen, um einen weicheren Liegekomfort zu erzielen.

Welchen Härtegrad der Matratze bei zwei Personen?

Zwar ist es immer empfehlenswert, zwei getrennte Matratzen zu wählen, um den persönlichen Schlafkomfort zu gewährleisten, doch gibt es immer mehr Paare, die eine durchgehende Matratze bevorzugen. Der Härtegrad wird hier nach der Person ausgewählt, der ein höheres Körpergewicht aufweist. So lässt es sich zumindest einigermaßen einrichten, dass ein gutes Schlafgefühl zustande kommt.

Liegen die Gewichtsklassen zwischen den Partnern jedoch relativ weit auseinander, gibt es noch eine weitere Alternative: sogenannte Partnermatratzen. Diese sind durchgehend gestaltet, was den Bezugsstoff angeht. Innen ist sie jedoch auf jeden einzeln abgestimmt.

So kann auf der linken Seite ein Härtegrad 1 Verwendung finden, während der rechte Part mit einem Härtegrad 4 ausgestattet ist. Es werden praktisch zwei einzelne Matratzen integriert, die je nach Hersteller auch in der Mitte zusammengeklebt sind. Allerdings gibt es für derlei Matratzen auf dem Markt bisher nur wenige Anbieter.

Wer sich hingegen zum Schluss für zwei Einzelmatratzen entscheidet, kann mittels der sogenannten Liebesbrücke die Besucherritze abdecken. Eine Alternative dazu ist ein durchgehender Topper, der die Unterlage aber wieder etwas weicher macht.

Nachfolgend einmal eine überschaubare Tabelle, um die oben aufgeführten Informationen zusammenzufassen:

Personengruppe Härtegrad
Kinder Bei Säuglingen und Kindern spielt der Härtegrad keine Rolle, sie sollte nur nicht zu hart sein, erst ab einer Körpergröße von 1,50 m ist Härtegrad 1 empfehlenswert
Erwachsene Der Härtegrad richtet sich nach Körpergröße, Gewicht, Schlafgewohnheiten und besonderen Bedürfnissen, wer lieber härter liegt, kauft einen Härtegrad höher, gewohnte Härtegrade zwischen H1 und H5 verfügbar
2 Personen Immer den Härtegrad nach der schwereren Person ausrichten, Alternative in Form von Partnermatratzen möglich, bei zwei einzelnen Matratzen bietet sich zur Überbrückung der Besucherritze eine Liebesbrücke oder aber ein durchgehender Topper als Auflage an

Welchen Härtegrad der Matratze für Kinder?

Schon in jungen Jahren wird die Gesundheit des Rückens geprägt. Trotzdem bietet sich während des Säuglingsalters eine normale Kaltschaummatratze inklusive waschbarem Frotteebezug an. Der Härtegrad spielt in diesem Alter noch keine Rolle, das Modell sollte nur nicht zu fest sein.

Erst ab einer Größe von 1,50 Metern kann man über eine Matratze mit dem Härtegrad 1 nachdenken. Erst dann ist auch eine ergonomische Unterteilung sinnvoll.

Gleiches gilt, wenn die Kinder in ein größeres Bett wechseln. Geeignete Matratzen sind auch hier nicht zu hart. Da Kinder im Schlaf noch sehr unruhig sind, verändern sie ständig ihre Lage und ein Härtegrad, sowie eine Unterteilung in unterschiedliche Zonen ist dabei noch relativ unsinnig.

Matratzen-Härtegrade in der Übersicht

Wie bereits kurz angesprochen, nutzen die Hersteller auf dem Markt Abstufungen zwischen H1 und H5. Alternativ tauchen aber auch Bezeichnungen wie F1 bis F5 auf. Gemeint damit ist prinzipiell aber das Gleiche. Ebenso können die Bezeichnungen variieren.

So wird eine Matratze mit Härtegrad 3 bei einem Hersteller als “fest” bezeichnet, bei einem anderen hingegen als “hart”. Es gibt hierfür keine Norm. Dennoch ist die nachfolgende Tabelle eine gute Orientierung, welcher Härtegrad für welches Gewicht geeignet erscheint.

Bezeichnung Härtegrad Für welches Gewicht?
H1 / F1 Weich Unter 60 kg
H2 / F2 Mittelfest oder Medium 60 bis 80 kg
H3 / F3 Fest 80 bis 100/110/120 kg (je nach Hersteller)
H4 / F4 Extra fest Über 100/110/120 kg (je nach Hersteller)
H5 / F5 Ultra-fest über 130/140/150 kg (je nach Hersteller)

Gibt es einen Härtegrad-Rechner für Matratzen?

Um eines klar zu sagen: Es gibt eigentlich keine Formel, mittels der man den perfekten Härtegrad berechnen kann, da bei der Wahl der richtigen Matratze Dinge wie die Schlafgewohnheiten und das eigene Wohlgefühl eine nicht unbedeutende Rolle spielen.

Die richtige Wahl des Härtegrades lässt sich leider nicht so einfach berechnen, da außer Gewicht und Körpergröße noch weitere Faktoren wichtig sind, die man beachten sollte. (Bildquelle: pexels.com / Pixabay)

Es gibt jedoch auf den Seiten mancher Matratzenanbieter einen Rechner, der dazu beitragen kann, sich für den richtigen Härtegrad zu entscheiden. Dabei orientieren sich die zur Verfügung gestellten Rechner am Körpergewicht und der eigenen Körpergröße. Das angezeigte Ergebnis lässt sich bei der Wahl der richtigen Matratze durchaus als Richtwert verwenden.

Trivia: Wissenswertes und Fakten rund um das Thema Härtegrad bei Matratzen

Heutzutage kommt man bisweilen mit dem Thema Matratzen häufiger in Berührung als es einem eigentlich lieb ist. Spätestens seit sich günstige Matratzen im Rollformat auf dem Markt etablieren, erblickt man mindestens einmal während jeder Werbepause einen Spott, der sich mit Matratzen beschäftigt.

Die besagten Werbespots suggerieren, dass es nicht vom Härtegrad oder Preis abhängig ist, wenn es um die Qualität einer guten Matratze geht. Vor allem tragen sie aber dazu bei, dass man dann, wenn es wirklich um die Suche nach dem passenden Modell geht, ins Wanken gerät. Denn das Angebot ist nahezu unüberschaubar.

Material, Zusatzeigenschaften oder ähnliches machen einen ganz wirr im Kopf. Daher haben wir nachfolgend einmal ein paar Fragen geklärt, die nicht nur, aber auch mit dem Härtegrad beschäftigen.

Wie teuer ist eine gute Matratze?

Regelmäßige Werbeblättchen oder -spotts bieten immer wieder günstige Matratzen an. Laut der Werbung ist eine gute Matratze nicht zwingend teuer. Eines ist Fakt: Wer das nötige Budget hat, kann auch ohne Schwierigkeiten eine Menge Geld ausgeben, wenn es um eine passende Matratze geht.

Zunächst einmal: Qualität hat ihren Preis! Jedoch kommt es auch darauf an, mit welcher Einstellung man sich an den Matratzenkauf heran wagt. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle:

  • Willst du unbedingt ein Schnäppchen machen?
  • Bist du finanziell eingeschränkt, möchtest aber ein möglichst gutes Modell kaufen?
  • Steht die Gesundheit bei der Wahl im Vordergrund?

Je nach Beantwortung der aufgeführten Fragen ist auch die Einstellung eine andere. Schnäppchenjäger sind meist nicht bereit, mehr als 300 Euro für ihre Matratze zu bezahlen. Allerdings stehen sie auch nach drei Jahren wieder vor der Entscheidung, eine Neue zu kaufen.

Etwas qualitativer darf es dann bei der zweiten Gruppe sein. Sie besitzen eine finanzielle Obergrenze, sind aber durchaus bereit, etwas mehr zu investieren. Zum Schluss gibt es auch noch diejenigen, für die das Budget eine eher untergeordnete Rolle spielt. Ihnen ist die eigene Gesundheit immens wichtig. Sie achten auf Haltbarkeit und darauf, dass die Matratze den individuellen Bedürfnissen gerecht wird.

Im Prinzip gilt der folgende Grundsatz: Matratzen für die man etwas mehr investiert, halten in der Regel auch etwas länger. Modelle ab 700 Euro sind, je nach Material und Verarbeitung, bis zu zwölf Jahre haltbar. Ab einem Preis von etwa 1.300 Euro gibt es in diesem Bezug keinerlei Unterschiede mehr.

Die Frage, wie viel eine gute Matratze kostet, muss jeder für sich selbst beantworten. Es gibt Menschen, denen ein Modell für 300 Euro vollkommen ausreicht und jene, denen die Ausführung für 1.000 Euro mehr noch immer nicht genehm ist.

Welche Bedeutung hat der Härtegrad der Matratze?

Besäße die Matratze keinen Härtegrad, wäre sie lediglich ein Stück Schaumstoff oder aber eine Matte aus Federn, welche die Wirbelsäule während des Schlafs nicht optimal unterstützt.

Die Faktoren Gewicht und Körpergröße werden zur Orientierung deshalb verwendet, weil dies die beiden Dinge sind, die sich auf die Reaktion der Matratze auswirken. Die Gewichtsverteilung ist bei einem kleinen Menschen sehr viel anders als bei einem großen.

Gewicht und Körpergröße spielen eine wichtige Rolle bei der Wahl des Härtegrades. Vor allem Partner die sich diesbezüglich sehr unterscheiden sollten sich viel Zeit bei der Wahl der richtigen Matratze nehmen. (Bildquelle: pixabay.com / Pexels)

Ähnlich gestaltet es sich, wenn zwei Personen zwar die gleiche Größe haben, jedoch unterschiedlich viel wiegen. Der mittlere Teil der Matratze ist bei schwereren als auch größeren Menschen stärker belastet, was wiederum auch die Stützfähigkeit von Becken und Schultern beeinflusst.

Wer nicht auf den richtigen Härtegrad achtet, riskiert langfristig eine verformte Wirbelsäule, die nicht nur Rückenschmerzen verursacht. Sie kann mit der Zeit auch zu Krankheiten wie Skoliose oder einem Bandscheibenvorfall führen.

Die Folgen sind in der Regel nicht zu beheben, der Betroffene leidet hierbei meist unter dauerhaften Schmerzen und somit unter einer stark eingeschränkten Lebensqualität.

Umso wichtiger ist es, beim Kauf auf den korrekten Härtegrad zu achten. Dieser lässt sich, wie bereits erwähnt, relativ gut abstimmen und kann somit zur allgemeinen Gesundheit beitragen.

Wie kann ich den Härtegrad der Matratze selbst erkennen?

Eines vorweg: Für gewöhnlich sind sämtliche neuen Matratzen mit einer Kennzeichnung versehen, wie sie in der oben aufgeführten Tabelle abgezeichnet ist.

Wer jetzt aber noch auf einer älteren Matratze schläft, kommt gegebenenfalls in die Situation, in der er gerne herausfinden möchte, welchen Härtegrad sie besitzt. Sei es, um sich bei einem neuen Modell zu orientieren, oder einfach weil die neue Freundin glaubt, die Matratze sei für sie viel zu hart. Um den korrekten Härtegrad herauszufinden, gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Zettel auf der Liegefläche suchen: Auf vielen Matratzen klebt ein großer Zettel, auf dem sowohl Größe als auch Härtegrad abgezeichnet sind. Es ist übrigens auch derselbe Zettel, auf dem sich der Hinweis “Sommerseite” oder “Winterseite” befindet, wenn die Matratze über etwaige Eigenschaften verfügt.
  • Zettel an der Seite finden: Eine Alternative für die aufgeklebten Zettel sind die, die seitlich im Bezug der Matratze eingearbeitet sind. Auf ihnen sind die eben erwähnten Angaben in der Regel ebenfalls zu finden. Häufig lassen sich hier auch noch weitere Eigenschaften der Matratze ablesen.
  • Probeliegen und Vergleich: Hierzu ist der Besuch in einem Fachgeschäft notwendig. Die hier erhältlichen Matratzen sind alle mit einem Härtegrad ausgezeichnet. Wer hier einmal ein Probeliegen in Anspruch nimmt, kann unter Umständen Vergleiche ziehen. Ist die eigene Matratze aber schon relativ alt, wird diese Vorgehensweise schwieriger.

Im Prinzip lässt sich bei diesem Punkt eindeutig sagen: Wenn die Matratze so alt ist, dass man nicht einmal einen Zettel mit den nötigen Hinweisen darauf findet, wäre ohnehin ein Neukauf empfehlenswert.

Fazit

Bei der Wahl der richtigen Matratze spielt der Härtegrad eine nicht unbedeutende Rolle. Für ihn gibt es zwar keine Norm, doch es gibt gute Richtlinien, anhand derer eine leichtere Orientierung möglich ist. Um den korrekten Härtegrad zu ermitteln, sind das Körpergewicht als auch die Größe wichtig, es sind aber auch noch andere Faktoren wie die Schlafgewohnheiten und eigenen Erwartungen ausschlaggebend.

Was den Preis angeht, lässt dieser sich nicht pauschalisieren, wenn es um eine gute Matratze geht. Hierbei sind die Einstellung des Käufers als auch das eigene Budget entscheidend. Mit den richtigen Voraussetzungen – wozu neben dem richtigen Härtegrad übrigens auch ein passendes Lattenrost gehört – ist man aber in jedem Fall dazu in der Lage, eine gute Matratze zu finden, die für die eigenen Bedürfnisse geeignet ist.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.stern.de/panorama/gesellschaft/24-jahre-schlafen-dafuer-geht-unsere-lebenszeit-drauf-3136732.html

[2] https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/umweltschutz-fuer-kinder/kinderbetten-matratzen-co-sicher-und-schadstoffarm-5843

[3] https://www.dormando.de/matratzen-haertegrad/

[4] https://www.sueddeutsche.de/geld/matratzen-vergleich-wie-teuer-ist-guter-schlaf-1.2662635

Bildquelle: unsplash.com / Nicole Wolf

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Patrick Klein
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